DSM-Firmenich nimmt Hauptsitz im Aargau

31. Mai 2022 09:54

Kaiseraugst AG - Der global tätige niederländische Chemiekonzern DSM aus Herleen und Firmenich, der zweitgrösste Aromen- und Duftstoffhersteller der Welt aus Satigny GE, fusionieren. Die neue Holding wird ihren Sitz in Kaiseraugst haben.

Aus Firmenich und DSM wird der schweizerisch-niederländische Konzern DSM-Firmenich. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, nimmt die neue Holdinggesellschaft ihren Sitz in Kaiseraugst. Operativ wird sie von zwei Hauptsitzen in Kaiseraugst und dem niederländischen Maastricht aus tätig sein. DSM-Firmenich werde damit zum führenden Kreations- und Innovationspartner für Ernährung, Schönheit und Wohlbefinden. DSM unterhält in der Schweiz bereits das DSM-Werk Sisseln im Kanton Aargau, die grösste Produktionsanlage für Vitamin E weltweit.

Die Leitung der Holding werden die beiden CEOs von DSM, Geraldine Matchett und Dimitri de Vreeze, übernehmen, das Präsidium des Verwaltungsrats DSM-Vorsitzender Thomas Leysen. Firmenich-Präsident Patrick Firmenich wird sein Vize.

Beide Unternehmen sehen bis 2026 ein jährliches Synergiepotenzial für ein bereinigtes EBITDA von 350 Millionen Euro. Das schliesse eine jährliche Umsatzsteigerung von 500 Millionen ein, insbesondere durch die Kombination der Geschäftsbereiche Food & Beverage von DSM und Taste & Beyond von Firmenich. Der Gewinnn pro Aktie könne dadurch zweistellig ausfallen.

Das nachhaltige organische Umsatzwachstum wird mit 5 bis 7 Prozent pro Jahr veranschlagt, die mittelfristige bereinigte EBITDA-Marge mit 22 bis 23 Prozent. Die Firmenich-Aktionäre werden insgesamt 34,5 Prozent an DSM-Firmenich halten, die DSM-Aktionäre 65,5 Prozent. Letztere erhalten zusätzlich 3,5 Milliarden Euro in bar.

Diese Fusion bringe zwei ähnlich ausgerichtete Unternehmen mit je 125-jähriger Innovationsgeschichte zusammen, wird der Vorsitzende des Firmenich-Aufsichtsrats, Patrick Firmenich, zitiert. „Ich bin zuversichtlich, dass für alle Beteiligten des künftigen DSM-Firmenich-Geschäfts die aufregendsten Zeiten noch vor uns liegen.“ mm

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