Drohnen spüren Neophyten auf

04. Juni 2021 14:02

Rapperswil-Jona SG - Gewöhnliche Drohnen können fremde Pflanzen, die die Biodiversität beeinträchtigen, aufspüren. Zwei Studenten der OST – Fachhochschule der Ostschweiz haben dafür einen Algorithmus entwickelt. So könnten private Drohnenpiloten in die Bekämpfung von Neophyten einbezogen werden.

Das Projekt VegEye des Instituts für Landschaft und Freiraum (ILF) an der OST – Fachhochschule der Ostschweiz macht es möglich, dass invasive Neophyten von handelsüblichen Drohnen identifiziert werden können. Hilfreich ist das, weil diese Pflanzen aus anderen biogeographischen Gebieten stammen und sich mangels natürlicher Feinde ungebremst ausbreiten. Dabei verdrängen Pflanzen wie die Kanadische oder Spätblühende Goldrute einheimische Flora. Gleichzeitig bieten sie einheimischen Tiere keine alternativen Futterquellen, Schutz- oder Nistplätze.

Laut einer Medienmitteilung haben zwei Studenten mit dem an der OST angesiedelten Interdisciplinary Center for Artificial Intelligence (ICAI) einen Algorithmus entwickelt, der den Einsatz gewöhnlicher Drohnen und die Verarbeitung verschiedener Datenquellen ermöglicht. So könnte die Öffentlichkeit in die Bekämpfung von Neophyten eingebunden werden, so ICAI-Direktor Guido Schuster. „Man könnte einen Server über das Internet zugänglich machen, wo Drohnenpiloten ihre RBG-Bilddaten hochladen können. Dann kann der Server die entwickelten Algorithmen benutzen, um Neophyten zu finden. Dies wäre ein sehr nützliches Citizen Science-Projekt.“

Schuster zeigt sich bezüglich der praktischen Anwendung zuversichtlich. „Das ILF hat gute Verbindungen zu den kantonalen Behörden und wenn sich die entwickelten Verfahren bei weiteren Tests als zuverlässig erweisen, werden diese sicherlich ihren Einsatz in der Praxis finden.“ mm

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