Drohnen dürfen Schädlinge bekämpfen

25. Juli 2019 13:18

Bern - Die Schweiz hat als erstes Land in Europa einen Prozess für die Bewilligung von Sprühdrohnen entwickelt. Drohnen eignen sich laut dem Bund gut, um Helikopter bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln zu ersetzen.

In der Schweiz können laut einer Medienmitteilung des Bundes die ersten Drohnen für die Applikation von Pflanzenschutzmitteln eingesetzt werden. Die Schweiz habe als das erste Land in Europa einen Prozess für ein entsprechendes Bewilligungsverfahren entwickelt. Dieser ziehe die Sicherheit des Luftraums, die Präzision der Pflanzenschutzmittelanwendung sowie den Schutz von Mensch und Umwelt in Betracht.

Die Erarbeitung des Bewilligungsprozesses wurde vom Westschweizer Start-up Agrofly angeregt, das die Zulassung einer Drohne für den Pflanzenschutz beantragt hatte. Nach mehreren Studien hat der Bund verschiedene Vorteile von Sprühdrohnen gegenüber herkömmlichen Luftfahrzeugen festgestellt. Drohnen könnten der Einschätzung des Bundes zufolge „sehr präzise und automatisch gesteuert über einem Pflanzenbestand“ fliegen. Der nach unten gerichtete Luftstrom führe zu einer geringeren Abdrift und insgesamt erzeugten die Drohnen weniger Lärm.

Um zugelassen zu werden, müssen Sprühdrohnen unter anderem automatisch eine vorgegebene Flugroute mit maximal 50 Zentimetern Abweichung abfliegen können. Ausserdem müssen sie die durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) vorgegebenen „umfangreichen Vorschriften der Flugsicherheit“ erfüllen. Die Abdrift darf zudem einen festgelegten Grenzwert nicht überschreiten.

Mit dem neuen Bewilligungsverfahren positioniere sich die Schweiz in der Anwendung der Drohnentechnologie „klar an der europäischen Spitze“, so der Bund. ssp

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