Dotierkraftwerk Urnerloch geht in Betrieb

20. November 2019 12:08

Göschenen UR/Luzern - Die Kraftwerk Göschenen AG hat unterhalb von Andermatt ein Dotierkraftwerk gebaut. Hier wird vom Kraftwerk Göschen nicht genutztes Restwasser aus der Wasserfassung Urnerloch turbiniert. Der zusätzliche Ökostrom kann den Bedarf von rund 100 Haushalten decken.

Das Kraftwerk Göschenen (KWG) fasst im Urnerloch unterhalb von Andermatt die natürlichen Zuflüsse aus dem Ursertal. Das Wasser wird über einen drei Kilometer langen Tunnel auf Turbinen in der Kaverne in Göschenen geleitet. Dabei anfallendes Restwasser wurde bisher in die Reuss abgegeben.

Seit dem 8. November wird es nun vom neuen Dotierkraftwerk Urnerloch genutzt. Mit dem unterhalb von Andermatt im Dotierkraftwerk in der Schöllenen produzierten Ökostrom könne der Bedarf von rund 100 Haushalten gedeckt werden, informiert die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) in einer Mitteilung. Die CKW ist für die Betriebsführung des Kraftwerks Göschenen verantwortlich und hält 50 Prozent der Anteile an der Kraftwerk Göschenen AG. Die andere Hälfte der Anteile wird von der SBB und dem Kanton Uri im Verhältnis vier zu eins gehalten.

Die KWG AG habe insgesamt rund 1,5 Millionen Franken in das neue Dotierkraftwerk investiert, heisst es in der Mitteilung weiter. Dabei seien die Eingriffe in die Natur „so gering wie möglich“ gehalten worden. „Wir haben die Zentrale an den Felsen gebaut und die Leitungen führen unsichtbar durch einen bestehenden Spülstollen“, wird Hanspeter Maeder, Mitglied der Geschäftsführung der KWG AG, in der Mitteilung zitiert. Mit dem Dotierkraftwerk will die KWG AG laut Mitteilung „zu einer nachhaltigen und CO2-freien Stromproduktion“ im Kanton Uri beitragen. hs

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