Digitalisierung soll Kreislaufwirtschaft fördern

08. Juli 2021 14:47

Zürich/Biel - Die Digitalisierung kann die Umstellung auf eine kreislauffähige Wirtschaft beschleunigen. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht von digitalswitzerland und sanu durabilitas. Es braucht aber auch gute Rahmenbedingungen. Die Schweiz hinke dabei der EU hinterher.

Die Standortförderung digitalswitzerland und die Denkfabrik sanu durabilitas haben ein gemeinsames Whitepaper zur Kreislaufwirtschaft veröffentlicht. Darin zeigen sie unter anderem auf, wie die Digitalisierung die Umstellung auf eine kreislauffähige Wirtschaft beschleunigen kann.

So könnte die Bereitstellung und automatisierte Analyse von Daten beispielsweise die Transparenz der Materialzusammensetzung von Produkten erhöhen. Ausserdem könnten Akteure der gesamten Wertschöpfungskette miteinander verbunden werden. Hierbei habe beispielsweise die Blockchain-Technologie Potenzial. Weiter könnten Online-Plattformen Kunden beim Kauf von personalisierten und lokalen Produkten unterstützen. Roboter könnten zudem bei der Sortierung von wiederverwertbarem Abfall helfen.

Um die Chancen der Digitalisierung bei der Kreislaufwirtschaft nutzen zu können, braucht es laut dem Bericht aber auch gute Rahmenbedingungen. Die EU habe hier schon Fortschritte gemacht. Dabei würden Innovation und Digitalisierung als Befähiger der Kreislaufwirtschaft gefördert. Laut den Verfassern des Berichts hinkt die Schweiz der EU bei der Erarbeitung solcher Rahmenbedingungen hinterher. „Zukünftige Entwicklungen in der Schweiz sollten sich von den vielen Massnahmen auf europäischer Ebene inspirieren lassen“, heisst es im Bericht. Bei der nächsten digitalen Strategie gelte es, die Konvergenz von Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung zu berücksichtigen.

Digitalswitzerland hat mit der Leap-Plattform ein Programm ins Leben gerufen, das Akteure aus dem Schweizer Ökosystem vernetzen soll. Das Ziel ist es, sich über die Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit auszutauschen und neue Lösungen anzustossen. ssp

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