Digitalisierung ist Chance für MEM-Unternehmen

30. Juni 2016 15:18

Zürich - Die meisten Firmen der MEM-Industrie arbeiten bereits an ihrer Digitalisierung. Diese leiste einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Standortes Schweiz, erwartet der Branchenverband Swissmem. Es brauche aber weitere Anstrengungen bei Bildung und Ausbildung.

Für Swissmem, den Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie), ist die unvermeidliche Digitalisierung der Wirtschaft eine grosse Chance.  Sie werde, „einen entscheidenden Beitrag leisten, damit der Werkplatz Schweiz trotz starkem Franken, hohen Kosten und Löhnen auch künftig erfolgreich sein kann“, wird  Swissmem-Präsident Hans Hess in einer Medienmitteilung des Verbands zitiert. 

Eine Befragung von 373 Firmen der MEM-Industrie hat ergeben, dass 76 Prozent bereits aktiv an der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten arbeiten, weitere sechs Prozent schätzen die Umstellung auf die sogenannte Industrie 4.0 als nützlich und bedeutend ein. Dies gilt für die Grossfirmen genauso wie für die KMU unter den Swissmem-Mitgliedern. Alle versprechen sich von der Digitalisierung vor allem Produktionssteigerungen, eine höhere Ressourcen- und Prozesseffizienz sowie zusätzlichen Kundennutzen.

Nach Einschätzung von Swissmem wird der Digitalisierungsprozess jedoch nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen führen. Automatisierten Verfahren stehen vielmehr Arbeitsplätze in neuen, wertschöpfungsstarken Aufgaben gegenüber. Die erfolgreiche Anpassung an die Anforderungen der Industrie 4.0 ist für Swissmem allerdings untrennbar mit verstärkten Anstrengungen bei der Aus- und Weiterbildung verbunden. Hier sieht der Verband auch die Politik in der Pflicht und fordert eine Aufwertung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer) bereits ab der Volksschule. hs

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