Digitalisierung der Banken ist oft nur Schein

05. Juli 2016 12:07

Zürich/Frankfurt - Die Banken in der Schweiz und in Deutschland bieten ihren Kunden laut einer Studie Onlineerlebnisse nur zum Schein an. In Wirklichkeit offerieren sie ihre Dienste demnach weitgehend offline.

Die Banken in der Schweiz und in Deutschland sind laut der Analyse „Bankkunde werden: Hürden in digitalen Zeiten“ nur scheinbar im digitalen Zeitalter angekommen. Für den Schweizer Webdienstleister Namics, der hinter der Untersuchung der Angebote von 14 Grossbanken in den beiden Ländern steht, liefern die Geldhäuser entgegen ihren Versprechungen an die Kunden primär offline. Namics kam zu diesem Schluss, nachdem die Mitarbeiter bei den 14 Banken jeweils probeweise ein Konto eröffnet und eine Kreditkarte bestellt hatten.

Wer online ein Konto eröffnet, durchläuft den Prozess bei einer Bank laut einer Namics-Mitteilung zu fast zwei Dritteln offline. Interessenten erhielten im Schnitt neun Postzusendungen, bis das Onlinekonto freigeschaltet und die Kreditkarte zugestellt war. Hinzu kamen durchschnittlich drei Anrufe und mindestens ein Besuch in der Filiale. Durchschnittlich habe es 7,5 Tage gebraucht, bis eine Überweisung mit dem eröffneten Konto möglich war. Bei der schlechtesten Bank waren es 33 Tage, bei der besten ein Tag. Die Wartezeit bis zum ersten Einkauf per Kreditkarte lag den Namics-Angaben zufolge im Mittel bei elf Tagen. Bei der besten Bank dauerte es vier Tage, bei der schlechtesten 50 Tage. eg


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