Digitaliserung braucht Fehlerkultur

25. April 2016 15:17

Zürich - Schweizer Unternehmen sind gut für die Herausforderungen der digitalen Zukunft gerüstet, findet Daniel Küng, CEO von Switzerland Global Enterprise. Dennoch sieht er Handlungsbedarf. Es brauche etwa eine „gute Fehlerkultur“, sagt er im Interview.

Schweizer Unternehmen sind gut für die digitale Zukunft gerüstet, sagt Daniel Küng, CEO des von Switzerland Global Enterprise (S-GE), dem offiziellen Aussenwirtschaftsförderer in einem Interview mit der „Handelszeitung“.  Um Erfolg zu haben, müssen Firmen laut Küng international vernetzt und technisch auf der Höhe sein. Diese beiden Voraussetzungen sieht er in der Schweiz erfüllt. „Die Schweiz ist ausgezeichnet globalisiert“, sagt Küng. Weiter könne das Land auch mit seinen guten Technologien punkten.

Die Schweiz gelte heute als eines der innovativsten Länder der Welt. Es sei jedoch wichtig, dass gute Ideen und Konzepte künftig nicht weitergegeben und verkauft, sondern selbst zur Marktreife gebracht werden Dazu brauche es neben guten Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten für Jungunternehmen auch „eine gute Fehlerkultur, die es uns erlaubt, auch mal Fehler machen zu dürfen“, sagt Küng.

Vor allem im Bereich der Robotik und Präzisionsmechanik sieht Küng die Wirtschaft in Zusammenarbeit mit den technischen Hochschulen gut aufgestellt. Die Schweizer Wirtschaft sei bereits im Wandel, die Frankenstärke fordere Firmen heraus. Dies sei ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz, die diesen Wandlungsdruck noch nicht spüre. ssp

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