Digitale Zwillinge verschmelzen physische und digitale Welt

14. November 2019 15:01

Winterthur - Digitale Abbilder von Objekten oder Prozessen können die Entwicklung von Produkten erleichtern und Dienstleistungen verbessern. Im Technopark Winterthur stellte der Digital Hub Winterthur eine Reihe von Anwendungen sogenannter Digital Twins vor.

Den Ausführungen von Vertretern zweier Hochschulen und zweier Unternehmen waren 30 Teilnehmer gefolgt, informiert die Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW) in einer Mitteilung. Eugène van de Bult, Head Application Competence Center PLM der Maschinenfabrik Rieter AG aus Winterthur, hatte dabei den Einsatz digitaler Zwillinge in der Textilindustrie beschrieben. Bei Rieter kontrollieren digitale Zwillinge die Qualität aller an die Kunden der Maschinenfabrik ausgelieferten Spinnmaschinen.

Für Peter Hug, Schwerpunktleiter 3D-Experience und Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), liegt der Hauptnutzen digitaler Zwillinge darin, „dass Produkt- und Produktionsdaten nicht an Standorte, Abteilungen, Köpfe, Formate, Klassifizierungen etc. gebunden sind, sondern an einem Single Point of Truth (SPOT) liegen und zur Lösung der Datenkonfusion beitragen“, wird in der Mitteilung weiter erläutert. 

Shaun West vom Departement Technik & Architektur der Hochschule Luzern (HSLU) ging in seinen Ausführungen auf die Kombinationsmöglichkeiten digitaler Zwillinge mit anderen IT-Anwendungen beispielsweise der Erweiterten Realität (Augmented reality) ein. Aaron Richiger vom Technologie-Jungunternehmen Turicode im Technopark Winterthur stellte den Einsatz digitaler Zwillinge bei der automatisierten Verarbeitung von Dokumenten vor. hs

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