Digitale DNA der Schweiz ist weitgehend konstant

04. Oktober 2022 14:05

Zürich - Die sechste Auflage der Studie „Switzerland's Digital DNA“ zur Digitalisierung in der Schweiz zeigt gegenüber dem Vorjahr wenig Veränderung. Die von digitalswitzerland und der Strategieberatung Oliver Wyman veröffentlichte Untersuchung ergibt zwar eine grosse Bereitschaft, aber wenig Bewegung.

Wie 2021 erachten auch in diesem Jahr 75 Prozent der Bevölkerung Internet und Technologie als Chance für die Schweiz. Gleichzeitig hat aber auch fast ein Fünftel der Bevölkerung den Eindruck, mit dem technologischen Fortschritt nicht mithalten zu können. Immerhin 27 Prozent glauben, dass die Digitalisierung ihr Arbeitsleben verkompliziert. Das geht aus der sechsten Studie „Switzerland's Digital DNA“ hervor. Sie wird im Rahmen der noch bis zum 23. Oktober stattfindenden Schweizer Digitaltage von der internationalen Strategieberatung Oliver Wyman und digitalswitzerland veröffentlicht.

Laut einer entsprechenden Medienmitteilung sehen viele der Befragten über alle Altersgruppen hinweg Nachholbedarf bei ihrer Digitalkompetenz. Nur in der Gruppe der über 70-Jährigen glauben 36 Prozent der Befragten, dass sie bezüglich digitaler Fitness keinen Aufholbedarf haben. Ihre Daten geben nur 29 Prozent gern an die grossen Tech-Firmen weiter. Im Gesundheitswesen sind dies 68 Prozent, bei Regierung und öffentlichen Ämtern 53 Prozent, bei Banken 61 Prozent. Aber auch 74 Prozent gehen davon aus, dass Internet und Technologien zu einem Anstieg der Cyber-Kriminalität führen werden. 30 Prozent waren bereits Opfer davon.

Die empfundene digitale Fitness schwankt stark von Branche zu Branche: 15 Prozent der Bankerinnen und Banker stufen sich als nicht fähig ein, 29 Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen, 30 Prozent im Gross- und Detailhandel sowie 36 Prozent in Hotellerie und Gastronomie.

Nachholbedarf sieht die Studie bei der Telemedizin: Erst 45 Prozent der Befragten haben sie bereits genutzt. Im Schweizer Unterricht hinke die Digitalisierung im internationalen Vergleich noch immer hinterher, so Diana Engetschwiler, Deputy Managing Director bei digitalswitzerland. „Dabei ist das kontinuierliche Einbinden von digitalen Lerninhalten in die Aus- und Weiterbildung entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit unserer zukünftigen Arbeitskräfte.“ mm

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