Dietikon legt Budget mit unverändertem Steuerfuss vor

01. Oktober 2020 11:47

Dietikon ZH - Das Budget von Dietikon weist aufgrund der Pandemie-Wirkungen ein Defizit von 14,7 Millionen Franken aus. Wegen der soliden Eigenkapitalbasis kann der Steuerfuss allerdings im Budget 2021 bei 123 Prozent belassen werden.  

Das Budget 2021 sei von der Pandemie und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen geprägt, heisst es in der Mitteilung der Stadt Dietikon. Trotz grundsätzlich eher optimistischer Planung werde ein Rückgang der Steuererträge und ein Anstieg bei den Fallzahlen der Sozialhilfe erwartet. Der Personal- und Sachaufwand ist über die letzten Jahre gewachsen. Dieses liegt am Wachstum der Bevölkerung und der Schülerzahlen, aber auch an neuen Bewertungsvorschriften.

Das jetzt vorgelegte Budget weist ein Defizit von 14,7 Millionen Franken aus. Das ist eine Verschlechterung um 7,9 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahresbudget. Die Nettoinvestitionen in das Verwaltungsvermögen betragen bei einem Realisierungsgrad von 70 Prozent rund 22,45 Millionen Franken. Die Eigenwirtschaftsbetriebe der Stadt haben mit Ausnahme des Wasserwerks ein Defizit ausgewiesen. Die Finanzierung des Fehlbetrags ist nach Angaben der Stadt allerdings aufgrund ausreichender Eigenmittel gesichert.

Laut dem Gemeindegesetz ist es zulässig, die Defizite – in der Gesetzessprache als „Aufwandüberschüsse“ bezeichnet – zu budgetieren und über das Eigenkapital auszugleichen. Die Stadt Dietikon verfügt auf Grund der guten Rechnungs­abschlüsse in den letzten Jahren über eine solide Eigenkapitalbasis.

Die soliden Stadtfinanzen lassen es auch zu, dass für 2021 auf eine Erhöhung des Steuerfusses verzichtet werden kann. Der soll nach dem Willen des Stadtrats bei 123 Prozent bleiben. Diese Festsetzung ist beim Gemeinderat beantragt.

Das Budget 2021 der Stadt Dietikon steht erstmals in digitaler Form zur Verfügung. gba

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