Dieter Meier will Schokoindustrie revolutionieren

03. Januar 2017 13:10

Zürich - Multitalent Dieter Meier steigt in die Schokoladenproduktion ein. Als Standorte für seine erste Fabrik sind die Kantone Schwyz, Glarus und Schaffhausen im Gespräch.

Nach Wein und Rindfleisch folgt nun auch Schokolade. Er habe mit der Hochschule Wädenswil, die zur Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) gehört, eine Extraktionsmethode für Kakao entwickelt, „die hundertmal mehr Geschmack aus der Kakaobohne herauszieht als die über 150 Jahre alte Methode von Lindt“, sagt Multitalent Dieter Meier im Neujahrsgespräch in der „Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)“. Um sie zu vermarkten, will der Musiker und Unternehmen noch in diesem Jahr eine Schokoladenfabrik bauen. Sie sei „ingenieursmässig“ bereits fertig geplant. Als Standorte werden Objekte in den Kantonen Schwyz, Glarus und Schaffhausen geprüft. 

Bei dem neuen Verfahren wird die Kakaobohne ungeröstet gemahlen und einem „14-stufigen, komplizierten Extraktions- und Filterprozess“ unterzogen. Die daraus hergestellt Schokolade komme dann ohne „Bitter- und Zusatzstoffe“ aus und könne mit „zwei Drittel weniger Zucker“ hergestellt werden. Weil schon die Mayas die Kakaobohne ungeröstet zermahlen hätten, trage das Gütesiegel die Inschrift „Maya tradition, Swiss innovation“, erläutert Meier im Interview. 

Sein neuer Unternehmenszweig werde von der Eigenmarke Oro de Cacao vermarktet, erklärt der frischgebackene Schokoladenfabrikant. „Grosse Unternehmen, die ich nicht nennen kann“, hätten bereits Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert. 

In einem ersten Schritt will Meier seine Schokoprodukte in kleinen Pilotläden in „Zürich, Hongkong, aber auch im arabischen Raum“ vermarkten. Hier werden Kunden aus „20 verschiedenen Kakaobohnen und Mischungen aus unterschiedlichen Regionen“ wählen können. Auch eine Schokoladenbibliothek soll geführt werden. hs

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