Dienstleistungs-PMI erholt sich markant

01. Juli 2020 12:31

Zürich - Eine aktuelle Umfrage von Credit Suisse und procure.ch zeigt, dass der Purchasing Managers' Index (PMI) im Dienstleistungssektor beinahe wieder die Wachstumsschwelle erreicht hat. Dagegen liegt der PMI für die Industrie noch leicht im Minus.

Der PMI für den Dienstleistungssektor hat sich von seinem Absturz während des Lockdowns beinahe erholt. Die Geschäftstätigkeit und die Zahl der Neuaufträge nehmen sogar wieder zu. Dagegen liegt der PMI für die Industrie gegenüber dem Vormonat noch bei minus 0,2 und gegenüber dem Vorjahr bei minus 6,7 Indexpunkten. Die Industrie konnte im Juni etwa die Hälfte des Einbruchs wieder wettmachen. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Juniumfrage des Fachverbands für Einkauf und Supply Management, procure.ch, und Credit Suisse hervor. 

Demnach hat sich der Produktionsrückgang in der Industrie zumindest verlangsamt und Lieferfristen normalisieren sich. Nach wie vor sind 27 Prozent der Beschäftigten in der Industrie in Kurzarbeit. Ein Viertel der Unternehmen verringert den Personalbestand. Rund 60 Prozent aller Unternehmen haben zudem ihre Investitionspläne verringert oder gestoppt. Doch die Investitionszurückhaltung nehme mit der Lockerung wieder etwas ab, heisst es in einer Mitteilung. Kaum Veränderung gab es im Juni bei den Lagerbeständen und Einkaufspreisen. „Offenbar gelingt den Unternehmen die Lagerbewirtschaftung und die Kapazitätssteuerung selbst in solch turbulenten Zeiten gut.“

Der PMI des Dienstleistungssektor war während des Lockdowns stärker abgerutscht als jener der Industrie. Doch notierte er nach dem im April registrierten massiven Einbruch auf 21,4 Zähler im Juni mit 49,1 Indexpunkten beinahe wieder auf der Wachstumsschwelle. Als „imposant“ bezeichnet die Mitteilung insbesondere die Entwicklung der Geschäftstätigkeit und der Neuaufträge. Rascher als in der Industrie verbessert sich hier auch die Arbeitsmarktlage.

Hinsichtlich der Investitionen seien in beiden Sektoren „durchaus Silberstreifen am Horizont“ zu erkennen. Entscheidend werde aber sein, dass sich die epidemiologische Lage verbessere beziehungsweise – „wie im Fall der Schweiz – nicht verschlimmert“. mm

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