Lukas Huber (links) erläutert den Prozess der Ansiedlung zukunftsorientierter Unternehmen; rechts GZA-Direktorin Sonja Wollkopf Walt. Bild: Tabea Vogel FOTOPOINT/Greater Zurich Area AG

Die Zeichen stehen auf Aufbruch

19. August 2021 13:44

Zürich - Der Wirtschaftsraum Zürich hat gute Chancen, die Folgen der Krise zu meistern. Dafür muss er die Chancen der technologischen Erneuerung meistern. Die Ansiedlung von zukunftsweisenden Unternehmen leistet dazu einen Beitrag, wie die ersten GZA Perspektiven gezeigt haben.

Die Greater Zurich Area (GZA) hat am Mittwoch eine doppelte Premiere gefeiert. Erstmals konnten die GZA Perspektiven anstelle des alten Jahresanlasses durchgeführt werden, und erstmals fand die Veranstaltung sowohl analog als auch digital statt. Die analogen GZA Perspektiven im Lake Side im Zürcher Seefeld wurden auf der GZA-Internetseite übertragen.

Die erste Jahresveranstaltung seit der Corona-Krise wurde von GZA-Direktorin Sonja Wollkopf Walt moderiert und stand unter dem Motto Aufbruch. „Die Zeichen stehen auf Aufbruch“, sagte denn auch Carmen Walker Späh, GZA-Stiftungsratspräsidentin und Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin, in ihrer Video-Grussbotschaft. Der Wirtschaftsraum sei gut aufgestellt, um die Folgen der Krise zu meistern. Dabei sei die Arbeit der GZA wichtig, werde aber auch immer anspruchsvoller. 

Damit der Wirtschaftsraum weiter Spitze bleibt, braucht es aus Sicht von Walker Späh drei Elemente. Zum einen dürften sich hybride Arbeitsformen durchsetzen, die Arbeit im Büro mit der Arbeit zu Hause verbinden. Da sei die Politik gefragt, um das Arbeitsrecht entsprechend zu flexibilisieren. Zum anderen müssten die Unternehmen sich wieder von der Staatshilfe abnabeln. „Freies Unternehmertum ist der Schlüssel für das Erfolgsmodell Schweiz“, so Walker Späh. Schliesslich müssten die Chancen für die technologische Erneuerung konsequent genutzt werden.

Da kommt die GZA ins Spiel: „Unsere Mission besteht darin, durch die Ansiedlung zukunftsweisender Unternehmen einen Mehrwert für den Standort zu schaffen“, sagte Lukas Huber. Der stellvertretende GZA-Direktor erläuterte den typischen Ablauf einer solchen Ansiedlung anhand einer fiktiven Biotech-Firma aus Kalifornien. Zentral seien dabei tragfähige Netzwerke und Kontakte in wichtige Technologiebereiche. Die GZA suche gezielt Firmen mit hohem Wertschöpfungspotenzial, die Zugang zu hochqualifizierten Arbeitskräften brauchten und Innovationen und Technologiekompetenz suchten. Sie stehe diesen Firmen dann als Türöffner in die Technologie-Ökosysteme, in die Forschungseinrichtungen und Verwaltungen des Wirtschaftsraums Zürich zur Verfügung.

Wie sehr auch weiche Faktoren eine Rolle spielten, machte Bruno Frey deutlich. Der ehemalige Professor der Universität Zürich erläuterte, wie Glück entsteht und warum die Schweiz zu den glücklichsten Ländern gehört. Anna Schindler, Stadtentwicklerin der Stadt Zürich, wies darauf hin, dass zum Erfolg auch Offenheit gehöre. Zum Erfolg einer Stadt wie Zürich gehörten auch ausländische Unternehmen. „Sie bringen Innovation und Impulse und stärken die hiesigen Unternehmen.“ stk

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