Die Schweiz ist das widerstandsfähigste Land der Welt

09. September 2019 12:24

Zürich - Die Widerstandsfähigkeit der Volkswirtschaften weltweit ist schlechter als vor der Finanzkrise. Dies zeigt eine Studie von Swiss Re und der London School of Economics. Die Schweiz bleibt dabei weiterhin das widerstandsfähigste Land der Welt.

Der Rückversicherer Swiss Re hat gemeinsam mit der London School of Economics (LSE) die Widerstandsfähigkeit von 31 Ländern gegen Erschütterungen untersucht. Diese 31 Länder erwirtschaften zusammen etwa 75 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Die Schweiz gilt den Ergebnissen zufolge als das widerstandsfähigste Land. Sie erreicht mit 0,84 Indexpunkten den ersten Platz. Dicht hinter ihr folgt Kanada mit 0,81 Punkten, an dritter Stelle stehen die USA mit 0,79 Punkten.

Nach Einschätzung der Studie befindet sich die Weltwirtschaft derzeit in einem gefährdeteren Zustand als noch 2007, vor der Finanzkrise. Rund 80 Prozent der untersuchten Länder waren 2018 weniger widerstandsfähig als 2007. Die Hauptursachen für diesen Trend seien die Erschöpfung geldpolitischer Massnahmen in vielen entwickelten Märkten sowie ein schwieriges Arbeitsumfeld für Banken, trotz eines stabileren Finanzsektors seit Ende der Krise.

„Die extrem expansive Geldpolitik der vergangenen Jahre lässt den Zentralbanken künftig wenig Handlungsspielraum und verstärkt gleichzeitig ihre Abhängigkeit von den Finanzmärkten“, erklärt Jean Haegeli, Group Chief Economist von Swiss Re. „In Verbindung mit einem Mangel an Strukturreformen wird dies aller Wahrscheinlichkeit nach in Zukunft zu längeren Rezessionen führen“, fügt er hinzu.

Die Versicherungsinstitute könnten laut Swiss Re einen Beitrag zur Verbesserung der Widerstandskraft leisten. Weltweit seien nämlich Risiken im Rekordumfang von rund 1200 Milliarden Dollar noch nicht abgedeckt. ssp

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