Deutschsprachige Aussenministerien appellieren an Russland

11. April 2022 11:39

Bern/Vaduz - Die deutschsprachigen Aussenministerinnen und -minister haben bei ihrem jährlichen Fünftertreffen in Liechtenstein gemeinsam an Russland appelliert, jegliche Gewaltanwendung in der Ukraine sofort einzustellen. Putin solle seine Truppen bedingungslos abziehen.

Der Krieg in der Ukraine hat beim jährlichen Fünfertreffen der deutschsprachigen Aussenministerinnen und -minister im Zentrum gestanden. Die Zusammenkunft fand auf Einladung der liechtensteinischen Amtsinhaberin Dominique Hasler statt. Im Zentrum standen laut einer Medienmitteilung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten Gespräche über die aktuelle Lage in der Ukraine und die dadurch ausgelöste humanitäre Krise.

Bundespräsident Ignazio Cassis, Dominique Hasler, die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock und deren Kollegen Alexander Schallenberg aus Österreich und Jean Asselborn aus Luxemburg forderten Russland auf, sämtliche Kampfhandlungen in der Ukraine unverzüglich zu beenden und die Truppen aus dem Hoheitsgebiet des Landes abzuziehen. In ihrem gemeinsamen Appell verurteilten sie zudem die massiven und systematischen Verletzungen des humanitären Völkerrechts und insbesondere die Angriffe auf Zivilpersonen.

„Als Teil der europäischen Wertegemeinschaft setzen wir uns Seite an Seite mit unseren Nachbarn und der EU für Frieden, Stabilität, Sicherheit und Wohlstand ein“, wird Cassis zitiert. „Eine möglichst rasche Lösung des Konflikts ist im Interesse des gesamten Kontinents.“

Die Schweizerische Neutralitätspolitik hindere das Land nicht daran, für seine Werte einzustehen und entsprechend auf internationale Entwicklungen zu reagieren. Cassis habe seine Amtskolleginnen und -kollegen auch über die Stossrichtung für ein Verhandlungspaket mit der EU informiert. Die Schweiz wolle die institutionellen Fragen je Sektor angehen und lösen. mm

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