Deutsche KI-Start-ups ziehen mehr Investitionen an

12. Februar 2020 15:08

München - Die Investitionen in deutsche Start-ups aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) haben sich im Vorjahr mit 510 Millionen Dollar fast verdoppelt. Dies geht aus einer Studie der Beratungsfirma Roland Berger hervor.

Roland Berger hat in einer Studie die Investitionen in KI-Start-ups aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Israel untersucht. Laut einer Medienmitteilung hat sich die Investitionssumme zwar von 273 Millionen Dollar im Jahr 2018 auf 510 Millionen Dollar im Vorjahr nahezu verdoppelt. Deutschland liegt damit aber immer noch klar auf dem letzten Platz der vier Länder.

So haben französische KI-Jungfirmen 1,3 Milliarden Dollar an Investitionsgeldern eingenommen, britische Start-ups 1,2 Milliarden Dollar und in Israel ansässige Firmen 902 Millionen Dollar. Dabei liegt Deutschland im Hinblick auf die Anzahl der finanzierten KI-Start-ups mit 218 auf Platz drei hinter Grossbritannien (590) und Frankreich (235).

Die grösste Rolle spielten dabei Investoren aus den USA. Sie stellten 17,5 Prozent der Investoren in Grossbritannien, 14 Prozent in Deutschland und 7,5 Prozent in Frankreich. „Die europäischen KI-Ökosysteme hängen immer noch stark von ihren inländischen Investoren ab“, schreibt Roland Berger. So hätten auch chinesische Investoren nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

„Allerdings hat die Finanzierung von KI-Start-ups erst seit 2014 richtig Fahrt aufgenommen“, wird Ashok Kaul in der Mitteilung zitiert, Partner bei Roland Berger. So habe die Gesamtinvestitionssumme in den untersuchten Ländern 2014 noch 528 Millionen Dollar betragen. jh

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