Deutsche Industrie erholt sich wieder

24. März 2021 10:00

Köln - Das Institut der deutschen Wirtschaft erwartet für 2021 in Deutschland ein Wachstum von 3 Prozent und damit 1 Prozent weniger als noch im Dezember. Die Industrie erhole sich auch dank der Exporte wieder, die Dienstleistungen stehen weitgehend still.

Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat seine Konjunkturprognose für 2021 gesenkt: Statt wie im Dezember 4 Prozent Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt sagen die Wirtschaftsexperten nun nur 3 Prozent voraus.

Gründe für die verhaltenere Prognose sind einer Medienmitteilung zufolge der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal 2021 und eine weiter hohe Infektionsgefahr mit dem Coronavirus.

Einen Aufschwung im zweiten Halbjahr 2021 könne es nur mit Hilfe von mehr Impfungen geben. „Wir müssen schnell impfen, um möglichen Resistenzen durch Mutationen zuvorzukommen. Ein langer dritter Lockdown wäre ein teurer Rückschlag für Unternehmer und Einzelhändler“, wird Institutsdirektor Michael Hüther zitiert. Die bisherigen Ausgangssperren hätten die deutsche Wirtschaft bereits 250 Milliarden Euro gekostet.

Unterdessen beobachten er und seine Mitarbeiter eine zunehmende Spaltung der Volkswirtschaft. Während die Industrie sich erholt habe und wieder rege in die USA und nach China exportiere, stehe der Dienstleistungssektor in der Corona-Krise weiter still. „Einzelhändler, Restaurantbetreiberinnen und Hoteliers bleiben ohne Perspektive“, heisst es in der Medienmitteilung.

Erst ein Gelingen der laufenden Impfkampagne könne den privaten Konsum wieder beleben. Doch auch mit einem Nachholeffekt im zweiten Halbjahr 2021 werde dieser Wirtschaftszweig maximal stagnieren. Mit einem Gesamtjahresplus rechnen die Konjunkturexperten aus Köln nicht. ko

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