Deutsche Forscher holen Kraftstoff aus Klärschlamm

Ineratec  arbeitet an der Speicherung von CO2 in synthetischem Gas. Die Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat ein Verfahren entwickelt, das eine dezentrale Erzeugung von Methan aus CO2 und Strom ermöglicht. Die von Ineratec entwickelte Reaktortechnologie ermöglicht Anlagen, die in einen Schiffscontainer passen, wie es in einer KIT-Mitteilung heisst. Das System kann seine Kapazität nach dem Baukastenprinzip modular erweitern.

Nun hat Ineratec gemeinsam mit dem spanischen Energieunternehmen Gas Natural Fenosa in Sabadell eine Pilotanlage errichtet, die das CO2 einer Kläranlage nutzt. Sie ist mit einem Katalysator ausgestattet, der vom katalanischen Institut für Energieforschung entwickelt worden ist, und produziert zunächst 100 Kubikmeter Gas am Tag. Ziel ist laut der KIT-Mitteilung die Produktion erneuerbarer Gase, die in der spanischen Gasinfrastruktur gespeichert werden können. Die Kapazität des spanischen Gasnetzes beträgt 30 Terawattstunden und würde ausreichen, die Hälfte des jährlich im Land erzeugten Windstroms zu speichern. stk