Der Schweiz fehlen Ingenieure

28. November 2019 12:54

Zürich - Der Fachkräftemangel in der Schweiz hat sich im laufenden Jahr verschärft. Eine entsprechende Studie der Adecco Gruppe Schweiz und des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich macht einen Anstieg besonders im Ingenieurs- und Technikbereich sowie beim Treuhandwesen aus.

Der Mitteilung von Adecco zur Studie zufolge hat der Fachkräftemangel in der Schweiz 2019 weiter zugenommen. Innerhalb der einzelnen Berufsgruppen verliefen die Entwicklungen jedoch unterschiedlich. In den Ingenieurs- und Technikberufen aber auch im Treuhandwesen stehen schweizweit weit weniger Fachkräfte zur Verfügung als gebraucht werden. „Unternehmen kämpfen um die besten Fachkräfte auf dem Markt und bemühen sich immer stärker darum, ein Top-Arbeitgeber zu sein“, wird Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

Den gravierendsten Fachkräftemangel machen die Analysten von Adecco wie bereits im vergangenen Jahr im Ingenieursbereich aus. Auf den Plätzen 2 bis 4 folgen die Technikberufe, das Treuhandwesen und die Informatikbranche. Im Treuhandwesen hätten es gerade kleinere Unternehmen schwer, Kandidaten die gleichen Bedingungen zu bieten wie die Grossen der Branche, erläutert Luca Semeraro, Head of Professional Recruitment bei der Adecco Gruppe Schweiz. Eine Verschärfung des Fachkräftemangels haben die Analysten im Jahresvergleich auch in den Berufen der Humanmedizin und der Pharmazie festgestellt.

Berufe mit tiefen Ausbildungsanforderungen seien hingegen eher von einem starken Fachkräfteüberangebot betroffen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Das grösste Überangebot haben die Analysten dabei in den Berufen für Reinigung, Hygiene und Körperpflege ausgemacht. Auch im Gastgewerbe, der Hauswirtschaft, dem Bauwesen, in den Bereichen Handel und Verkauf sowie in kaufmännischen und administrativen Berufen wurden mehr Stellensuchende als Vakanzen beobachtet. hs

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