Davos erwägt Verschiebung des Bahnhofs Davos Dorf

16. Juli 2020 13:27

Davos - Der Bahnhof Davos Dorf muss bis 2023 behindertengerecht ausgestattet sein. Im Zuge der nötigen Umbauen erwägt die Gemeinde eine Verschiebung des Bahnhofs um 400 Meter Richtung Ortskern. Dies würde eine bessere Verkehrsführung und städtebauliche Möglichkeiten eröffnen.

„Das schweizerische Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) fordert, dass alle Bahnhöfe bis 2023 behindertengerecht gestaltet sind“, leitet die Gemeinde Davos eine Mitteilung zu den geplanten Umbauten des Bahnhofs Davos Dorf ein. Hier wären für die Umsetzung der Vorschriften umfassende Umbauten bei den Personenunterführungen und den Perronzugängen nötig.

Weil auch der jetzige Standort des Bahnhofs mit Nachteilen verbunden ist, soll die Verlegung des Bahnhofs Davos Dorf um 400 Meter, nahe an die Talstation der Parsennbahnen, untersucht werden. Darauf haben sich die Gemeinde Davos, die Rhätische Bahn (RhB) und die Bergbahnen geeinigt, schreibt die Gemeinde. Eine Vorstudie habe gezeigt, dass die Verlegung eine erstaunliche Wirkung haben könne.

Konkret würde nach Ansicht der Planer die bisher in der Wintersaison oft auftretende Überlastung des Busnetzes zwischen Bahnhof und Talstation der Parsennbahnen vermieden. Auf den Strassen von Davos werde eine verbesserte Verkehrsführung ermöglicht, die Staus vermeiden könne. Am neuen Standort des Bahnhofs könnten die Parkplätze zudem unterirdisch angelegt und damit Grünraum geschaffen werden.

Darüber hinaus zählt die Gemeinde in der Mitteilung eine Reihe städtebauliche Vorteile der Verlegung auf, mit denen sich das Dorfzentrum von Davos aufwerten liesse. Unter anderem könnte auf den heutigen Parkplätzen der Parsennbahnen „ein lebendiges neues Quartier mit einer hohen Wohn- und Lebensqualität mitten im Dorf entstehen“, heisst es dort. hs

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