Danube Angels finanzieren erstmals Schweizer Unternehmen

18. März 2021 10:51

Wien/Zürich - Danube Angels, österreichische Schwarm-Investorenplattform und Teil des Netzwerks Next-Generations, hat mit dem Unternehmen Fintune zum ersten Mal eine Schweizer Jungfirma gefördert. Das Zürcher Fintech widmet sich der Finanzerziehung von Kindern.

Das Wiener Crowdinvesting-Netzwerk Danube Angels hat dem ersten schweizerischen Unternehmen bei der Finanzierung geholfen. Insgesamt konnte Danube Angels, das dem Schweizer Netzwerk Next-Generations angehört, und seine Partnerplattform Funderbeam für das Zürcher Fintech Fintune 360'000 Euro einsammeln. Das Kapital stammt von über 250 Investorinnen und Investoren. Darüber hinaus habe Danube Angels laut seiner Medienmitteilung Fintune schon vor Abschluss der Finanzierungsrunde Kontakte zu Banken und Versicherungen in Österreich und Tschechien sowie weitere Geschäftsmöglichkeiten vermitteln können.

„Wir haben bisher schon viele Schweizer Unternehmen angeschaut“, so Danube Angels-Geschäftsführer Paul G. Putz. „Vier davon haben wir ein Angebot zur Kapitalbereitstellung unterbreitet und schlussendlich mit Fintune das erste erfolgreich umgesetzt.“

Mit Geld umgehen zu lernen, sei eine Schlüsselfähigkeit im Leben, so Fintune auf seiner Internetseite. Deshalb hätten sich Ruth Mojentale und Andreas Kirchner, die für die Credit Suisse Schweiz Digipigi entwickelt hatten, mit Fintune selbständig gemacht. Speziell für Kinder entwickelten sie die bankenunabhängige mobile Banking-App FINNY. Sie besteht aus einer Kinder-App, einer Eltern-App und einem internetfähigen Sparschwein.

Der Medienmitteilung zufolge hatte Fintune frisches Eigenkapital gesucht, um die Apps in Deutschland und Österreich zu bewerben und mit weiteren Funktionen auszustatten.

Schwarmfinanzierung ist aktuell sehr erfolgreich: Laut Fintune-Blog wurde 2017 mehr als 1 Milliarde Dollar an eigenkapitalbasierter Schwarmfinanzierung eingeworben. Im Jahr 2019 hätten sich die Investitionen mit 1,88 Milliarden Dollar fast verdoppelt. Für 2020 werde wieder ein deutliches Wachstum erwartet. Einer der treibenden Faktoren sei die COVID-19-Pandemie. Analysten erwarteten ein Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Dollar. mm

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