Dätwyler konzentriert sich auf Dichtungsgeschäft

27. Dezember 2019 11:02

Altdorf - Der Mischkonzern Dätwyler trennt sich vom Elektronikhandelsgeschäft und verkauft in diesem Zusammenhang die Firmen Distrelec und Nedis. Künftig will sich Dätwyler auf das Dichtungsgeschäft fokussieren.

Dätwyler verkauft seine Tochterunternehmen Distrelec und Nedis an die deutsche Aurelius. Damit trennt sich der Urner Mischkonzern von zwei Unternehmen aus dem Bereich Elektronikhandel. Auch für Reichelt, die dritte Tochtergesellschaft aus diesem Bereich, will Dätwyler eigenen Angaben zufolge einen Käufer suchen.

Dätwyler will sich nun vermehrt auf das wachstums- und margenstarke Dichtungsgeschäft konzentrieren, heisst es. Das Unternehmen beschäftigt sich in diesem Bereich etwa mit Beschichtungen für Nespresso-Kapseln oder Stopfen für Spritzen.

Durch den Verkauf von Distrelec und Nedis ergibt sich bei Dätwyler ein nicht-liquiditätswirksamer Verlust von rund 670 Millionen Franken. Dieser Betrag setzt sich den Angaben zufolge hauptsächlich aus Goodwill und aus der Realisierung der kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen der veräusserten ausländischen Gesellschaften zusammen. Die Eigenkapitalquote wird nach dem Abschluss der Transaktion mit über 50 Prozent aber „weiterhin sehr solide sein“, schreibt das Unternehmen. Damit sieht sich Dätwyler gut gerüstet, um seine Wachstumsstrategie fortzusetzen. ssp

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