Dänemark will ab 2050 kein Öl und Gas mehr fördern

04. Dezember 2020 11:12

Kopenhagen - Dänemark stellt die Förderung von Öl und Gas in der Nordsee bis 2050 ein. Darauf hat sich die Regierung mit allen grösseren Parteien geeinigt. Die besonders betroffene Region Esbjerg erhält beim Ausstieg Unterstützung. Die Ölfelder sollen für die Speicherung von CO2 genutzt werden.

Dänemark ist das bisher grösste Förderland weltweit, das den Ausstieg aus der Förderung von Öl und Gas beschlossen hat. Die rotgrüne Regierung hat sich mit allen grösseren Parteien auf einen Ausstieg bis 2050 geeinigt. Klimaminister Dan Jörgensen dankt den beteiligten Parteien für ihre konstruktive Haltung. „Die Vereinbarung bringt uns in der Nordsee auf einen grünen Kurs und legt gleichzeitig ein gutes Gleichgewicht fest, das allen nützt“, wird der Sozialdemokrat in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert.

Die Vereinbarung sieht Massnahmen vor, um die besonders betroffene Region Esbjerg an der dänischen Nordseeküste zu unterstützen. So sollen die leeren Öl- und Gasfelder für die Lagerung von CO2 genutzt und der Bau von Windparks auf dem Meer erleichtert werden. Die Beschäftigten der Öl- und Gasindustrie sollen durch Weiterbildungen neue Perspektiven erhalten.

Die bürgerlichen Parteien und die rechtspopulistische Dänische Volkspartei unterstützen die Vereinbarung, weil sie die Öl- und Gasförderung zumindest bis 2050 sichert. Die Vereinbarung schaffe stabile Rahmenbedingungen für die Öl- und Gaswirtschaft bis 2050, wird Tommy Alhers von der rechtsliberalen Venstre zitiert. „Gleichzeitig schaffen wir die Grundlage für neue grüne Unternehmen“, so der Sprecher der grössten Oppositionspartei. stk

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