Cyberrisiken gewinnen an Bedeutung

16. Januar 2019 15:05

Wallisellen ZH - Im aktuellen Allianz Risk Barometer rücken Cybervorfälle nach den Betriebsunterbrechungen auf den zweiten Platz unter den grössten Geschäftsrisiken für Schweizer Unternehmen auf. An dritter Stelle folgt erstmals die Furcht vor rechtlichen Veränderungen.

In der Rangliste der grössten Geschäftsrisiken für Schweizer Unternehmen habe es in diesem Jahr einige überraschende Verschiebungen gegeben, informiert Allianz Suisse in einer Mitteilung zum „Allianz Risk Barometer 2019“. Die Furcht vor einer Betriebsunterbrechung liegt mit 58 Prozent Nennungen zwar weiterhin an der Spitze. Auf den zweiten Platz hat sich mit 48 Prozent jedoch erstmals das Risiko eines Cybervorfalls vorgeschoben. Auch der dritte Platz wird mit 29 Prozent von einem Neuling besetzt. Hier rangiert die Sorge vor rechtlichen Veränderungen im Wirtschaftsumfeld, ausgelöst durch Handelskonflikte, Zölle, Wirtschaftssanktionen und den ungewissen Brexit-Verlauf. Zudem steigen erstmals auch die Gefahren eines Fachkräftemangels und des Verlustes der Reputation mit 15 beziehungsweise 10 Prozent Nennungen in die Liste der zehn grössten Geschäftsrisiken auf.

„Das Umfeld für Unternehmen ist unberechenbarer geworden, die Risiken sind gestiegen – das zeigt die Umfrage unter den Risikoexperten deutlich“, wird Gregor Huber, Leiter Unternehmensversicherungen der Allianz Suisse, in der Mitteilung zitiert. „Umso wichtiger ist es, die Risikopotenziale im Unternehmen frühzeitig zu erkennen und zu handeln.“

Die wachsende Bedeutung von Cyberrisiken wird in der Mitteilung auch mit den zahlreichen Datenskandalen, Hackerangriffen und IT-Pannen weltweit im letzten Jahr erklärt. „Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem Cyber für Unternehmen genauso wichtig ist wie die traditionellen Risiken", erläutert Jens Krickhahn, Practice Leader Cyber, AGCS Zentral- und Osteuropa, in der Mitteilung. Der weltweit jährlich durch Cybervorfälle angerichtete wirtschaftliche Schaden wird in der Mitteilung auf rund 520 Milliarden Euro beziffert. Naturkatastrophen verursachten in den letzten zehn Jahren im Mittel hingegen lediglich 180 Milliarden Euro Schaden. hs

Aktuelles im Firmenwiki