Cybathlon 2020 findet in neuem Format statt

24. September 2020 13:04

Zürich - Der Cybathlon, ein gemeinnütziges Projekt unter dem Dach der ETH Zürich, wird in diesem Jahr pandemiebedingt mit einem neuen Format ausgerichtet. Bei dem Wettkampf messen sich weltweit Teams von Menschen mit Behinderung. Sie absolvieren alltagsrelevante Aufgaben mittels modernster technischer Assistenzsysteme.

Pandemiebedingt wird der zweite Cybathlon am 13. und 14. November 2020 nicht als physischer Grossanlass stattfinden. Das hat die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) in einer Medienmitteilung bekanntgegeben. Die ETH, unter deren Dach der Cybathlon organisiert wird, hat für diese weltweit einzigartige Veranstaltung ein neues Format entwickelt. Bei dem Wettkampf messen sich Menschen mit Behinderung mittels neuester Assistenztechnologien. 

Statt vor Ort gegeneinander anzutreten, starten 70 Teams aus 23 Ländern in ihrer jeweiligen Heimat. Die vor Ort ausgetragenen und gefilmten Rennen werden in ein Live-Programm eingebettet und auf einer Online-Plattform übertragen. Dabei starten die Pilotinnen und Piloten nicht zeitgleich und direkt nebeneinander, sondern unabhängig von anderen Teams.

Eine Ausnahme bilden sogenannte Hubs: Teams aus demselben Land können sich zusammenschliessen und die Wettkämpfe an einem Ort austragen. Insgesamt werde es rund um den Globus etwa 13 Hubs geben, heisst es in der Mitteilung. Der grösste davon besteht aus zehn Schweizer Teams. Sie werden ihre Wettkämpfe auf dem Campus der ETH austragen.

Für alle sind sechs Wettkampfdisziplinen vorgesehen: virtuelles Rennen mit Gedankensteuerung, Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation sowie Parcours mit Armprothesen, Beinprothesen, robotischen Exoskeletten und motorisierten Rollstühlen.

Von Zürich aus werden diese Rennen auf einer neuen Online-Plattform übertragen. Die Filmaufnahmen der einzelnen Wettkämpfe werden am 13. November in ein zehnstündiges Live-Programm mit Beiträgen über die Teilnehmenden, Hintergrundberichten zum Thema Inklusion und Technologien sowie Experteninterviews integriert. Es wird in mehreren Sprachen untertitelt und in internationale Gebärdensprache übersetzt.

„Die Umstände haben uns angetrieben, ein neues, kreatives Wettkampfformat zu entwickeln“, so Cybathlon-Leiter Roland Sigrist. „Dieses hat das Potenzial, das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen überall auf der Welt weiter zu fördern. Auch können wir damit den Teams, die sich monatelang auf das Ereignis vorbereitet hatten, eine globale Plattform bieten.“ mm

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