CSEM setzt auf Deeptech und KI

30. Juni 2020 13:12

Neuenburg - Das CSEM ist auf Erfolgskurs und meldet auf seiner Generalversammlung für 2019 so viele Forschungsbeteiligungen wie nie zuvor. Auch sei der Umsatz gewachsen. Man sieht die Covid-19-Ära deshalb mit einer gewissen Gelassenheit.

Im Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) zieht man zum 35-jährigen Bestehen des Unternehmens eine Rekordbilanz. Das in öffentlich-privater  Partnerschaft betriebene Forschungs- und Entwicklungszentrum, das sich auf Mikro- und Nanotechnologie, Mikroelektronik, Systems Engineering, Photovoltaik und Kommunikationstechnologien spezialisiert hat, meldet bei seiner Generalversammlung für 2019 eine Rekordbeteiligung an Forschungsprojekten. Der Umsatz sei um 6,6 Prozent gestiegen, auf 87'549'302 Franken (2018: 82'109'550 Franken).

Auch die Auftragseingänge aus der Industrie blieben hoch, heisst es in einer Medienmitteilung. Die kompetitiven Forschungsgelder (Innosuisse, Schweizer Nationalfonds und Europäische Projekte) hätten im Vergleich zu 2018 um 30 Prozent zugenommen. Im Einzelnen wird ausgewiesen: Öffentliche Beiträge 37’367’000 Franken (Vorjahr: 37'295’600), konkurrierende Forschungsfonds 23’042'896 Franken (Vorjahr 17’450'558 Franken) und private Beiträge 27’139'406 Franken (Vorjahr: 27’363’392). Die gute finanzielle Situation hat die Einstellung von 27 neuen Mitarbeitenden möglich gemacht, ein Personalzuwachs von immerhin 5,7 Prozent. Für die mehr als 500 Mitarbeitenden beliefen sich 2019 die Personalkosten auf 58,6 Millionen Franken.

Schon jetzt liege der Schwerpunkt bei Projekten der Digitalisierung von Unternehmensprozessen. Diese Fokussierung will CSEM künftig weiterentwickeln in den Bereichen Deeptech, Künstlicher Intelligenz (KI) und fortgeschrittene Fertigungsprozesse. CSEM geht davon aus, dass Digitalisierungsprozesse nicht nur in Grossunternehmen, sondern auch bei allen Schweizer KMU eingeführt werden können. Das treffe sogar bei jenen Firmen zu, die sich in sehr traditionellen Märkten bewegten. Durch die Konzentration auf den Digitalbereich sehe man die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Ära mit einer gewissen Gelassenheit. gba

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