Credit Suisse stärkt Kerngeschäft

04. November 2021 12:30

Zürich - Die Credit Suisse stellt ihr Geschäftsmodell auf vier Divisionen für Vermögensverwaltung, Investment Bank, Swiss Bank und Anlageverwaltung um. Zehn nicht als Kernmärkte identifizierte Bereiche sollen aufgegeben werden. Die weltweit gebündelte Vermögensverwaltung bekommt mehr Gewicht.

Die Credit Suisse hat sich eine neue Gruppenstrategie gegeben. Die Zürcher Grossbank plane, ihr Wachstum durch „drei zentrale Pfeiler“ zu steigern, erläutert die Credit Suisse in einer entsprechenden Mitteilung. Als solche werden dort eine Stärkung des Kerns, die Vereinfachung des Geschäftsmodells und Wachstumsinvestitionen genannt.

Per Anfang 2022 tritt eine neue Gliederung in die vier Divisionen Vermögensverwaltung, Investment Bank, Swiss Bank und Anlageverwaltung in Kraft. Die neu global agierenden Geschäftsbereiche werden von den vier geografischen Regionen Schweiz, Europa, Naher Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik und Amerikas ergänzt. Sie sollen die divisionsübergreifende Zusammenarbeit fördern.

Der Division Vermögensverwaltung kommt neu eine noch stärkere Bedeutung bei Credit Suisse zu. Der Geschäftsbereich werde 25 Prozent mehr Eigenkapital zugeschlagen bekommen als bisher, informiert die Grossbank. Die Mittel werden von der Investment Bank abgezogen. Zudem sollen in den nächsten drei Jahren etwa 500 neue Kundenberatende eingestellt werden.

Darüber hinaus will sich die Credit Suisse „aus etwa zehn Nicht-Kernmärkten zurückziehen“, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Bereich Investment Bank plane die Bank den Ausstieg aus dem Geschäft mit Hedgefonds (Prime Services). „Das Risikomanagement, das alle unsere Handlungen prägt und stets von grösster Wichtigkeit ist, wird zur Förderung einer Unternehmenskultur beitragen, welche die Bedeutung von Rechenschaftspflicht und Verantwortung weiter stärkt“, wird Verwaltungsratspräsident António Horta-Osórioin der Mitteilung zitiert.

In einer weiteren Mitteilung stellt Credit Suisse die Kennzahlen für das dritte Quartal 2021 vor. Danach hat die Bank ihren Nettoertrag im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 5,44 Milliarden Franken gesteigert. Der Vorsteuergewinn legte im selben Zeitraum um 26 Prozent auf 1,01 Milliarden Franken zu. Der Reingewinn ging hingegen um 21 Prozent auf 434 Millionen Franken zurück. hs

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