Credit Suisse schreibt wieder schwarze Zahlen

14. Februar 2019 12:52

Zürich - Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2018 hat die Credit Suisse ihr 2015 begonnenes Restrukturierungsprogramm abgeschlossen. Dabei konnten die Kosten der Zürcher Grossbank deutlich gesenkt werden. Für 2018 weist die Credit Suisse erstmals seit 2014 wieder Gewinn aus.

Im vierten Quartal 2015 hatte die Credit Suisse ein Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Innerhalb von drei Jahren sollten die Risiken der Zürcher Grossbank reduziert, ihre Kosten gesenkt und ihre Kapitalbasis gestärkt werden, erläutert Tidjane Thiam, CEO der Credit Suisse, in einer Mitteilung. Ihm zufolge hat die Bank diese Ziele zum Abschluss des Geschäftsjahres 2018 „weitgehend erreicht“.

Insbesondere bei der Kostensenkung kann die Credit Suisse Erfolge vorzeigen. Der Mitteilung zufolge konnte die bereinigte operative Kostenbasis gegenüber 2015 um 4,6 Milliarden Franken auf 16,5 Milliarden Franken im Berichtsjahr gesenkt werden. Auch bei der Abwicklung der Strategic Resolution Unit (SRU) seien die Zielvorgaben für die Abwicklung übertroffen worden, heisst es dort weiter. Der bereinigte Vorsteuerverlust der SRU belief sich 2018 auf 1,3 Milliarden Franken, für das laufende Jahr wird ein Verlust von 0,5 Milliarden Franken erwartet. Vor zwei Jahren hatte die SRU noch einen bereinigten Vorsteuerverlust von 3,0 Milliarden Franken ausgewiesen.

Insgesamt weist die Credit Suisse zum ersten Mal seit 2014 wieder einen Konzerngewinn aus. Konkret beläuft sich der den Aktionären zurechenbare Reingewinn 2018 auf 2,1 Milliarden Franken. Der ausgewiesene Vorsteuergewinn von 3,4 Milliarden Franken übertrifft den Wert von 1,8 Milliarden Franken aus dem Jahr 2017 sogar um 90 Prozent. Die Netto-Neugelder legten gegenüber 2017 um 49 Prozent auf einen Zufluss von 56,5 Milliarden Franken zu. hs

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