Credit Suisse legt guten Jahresstart vor

23. April 2020 12:20

Zürich - Die Credit Suisse hat ihre Nettoerträge im ersten Quartal 2020 auf 5,8 Milliarden Franken steigern können. Vorsteuer- und Reingewinn legten im Jahresvergleich zweistellig zu. Beim verwalteten Kundenvermögen mussten hingegen aufgrund von Marktentwicklungen Einbussen hingenommen werden.

Einer Mitteilung der Credit Suisse zu den Kennzahlen des ersten Quartals 2020 zufolge hat die Zürcher Grossbank ihre Nettoerträge im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 5,78 Milliarden Franken steigern können. Der Geschäftsaufwand ging im selben Zeitraum um 6 Prozent auf 4,00 Milliarden Franken zurück. Unterm Strich konnte ein Vorsteuergewinn von 1,20 Milliarden Franken verbucht werden, das sind 13 Prozent mehr als im ersten Quartal 2019.

„Das erste Quartal unter meiner Leitung als CEO der Gruppe war durch ein sehr schwieriges Umfeld mit einschneidenden Auswirkungen infolge der COVID-19-Pandemie geprägt“, wird Gruppen-CEO Thomas Gottstein in der Mitteilung zitiert. Er sieht die Credit Suisse „dank unserer starken Kapital- und Liquiditätsbasis“ auch für die kommenden Quartale gut aufgestellt.

Der Vorsteuergewinn im Berichtsquartal hatte vom Gewinn des Abschlusses des Verkaufs der InvestLab-Fondsplattform profitiert. Ohne dessen Berücksichtigung wäre der Vorsteuergewinn im Jahresvergleich mit 951 Millionen Franken um 11 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben, erläutert die Credit Suisse. Beim Reingewinn hatte sich zudem ein negativer Steuersatz positiv ausgewirkt. Hier konnte die Grossbank mit 1,31 Milliarden Franken 75 Prozent mehr Gewinn verbuchen als im Vorjahresquartal. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital stieg im Jahresvergleich um 6,3 Prozentpunkte auf 13,1 Prozent an.

Im Bereich verwaltete Kundenvermögen konnte die Credit Suisse Netto-Neugelder in Gesamthöhe von 5,8 Milliarden Franken einwerben. Die verwalteten Kundenvermögen seien „aufgrund von ungünstigen Marktbewegungen und negativen Fremdwährungseffekten“  im Jahresvergleich  jedoch um 100 Milliarden auf 1,4 Billionen Franken gesunken, erläutert die Grossbank. hs

Aktuelles im Firmenwiki