COVID-19 verändert den Lebensstil der Reichen  

13. Juli 2020 15:29

Zürich - Vermögende Anleger rechnen laut UBS Investors Watch mit einer dauerhaften Veränderung ihres Lebens und ihrer persönlichen Anlagestrategien. Besonders betroffen zeigen sich Lateinamerika und USA, am wenigsten die Schweiz.

Für den aktuellen Investor Watch der Zürcher Grossbank UBS sind mehr als 3750 wohlhabende Personen in 15 Märkten weltweit befragt worden. Insgesamt 75 Prozent rechnen durch COVID-19 mit tiefgreifenden Veränderungen in ihrem Leben, heisst es in einer Medienmitteilung. Dabei zeigt sich eine unterschiedliche Reaktion unter den Generationen. So fühlen sich die in den 80er- und 90er-Jahren geborenen sogenannten Millennials deutlich stärker betroffen als die Angehörigen der sogenannten Babyboomer-Generation, die bis circa 1970 geboren worden sind.

Auch regional sind deutlich unterschiedliche Reaktionen auf die Pandemie und die Vermutung über die dauerhaften Folgen für das eigene Leben spürbar. In den USA und in Lateinamerika, wo der Höhepunkt der Infektionswelle noch nicht erreicht scheint, liegt die Verunsicherung über dem weltweiten Durchschnitt. Während weltweit 75 Prozent davon ausgehen, dass sich ihre bisherige Lebensweise für immer ändern werde, sind es in den USA 82 Prozent. Anleger in Lateinamerika sehen sich zwar selber am stärksten von der Pandemie betroffen, sehen aber auch in der damit verbundenen Marktvolatilität einen Silberstreif am Horizont.

Während die befragten Anleger in Europa mit ihren Antworten im Welt-Durchschnitt lagen, sehen Anleger in der Schweiz ihre Leben und ihre Finanzen weiter als ziemlich stabil an. Nur 56 Prozent erwarten, dass sich ihre Lebensweise dauerhaft ändern wird, 68 Prozent gehen davon aus, dass die Befürchtungen wegen COVID-19 fortbestehen werden, weltweit herrscht dieser düstere Blick in die Zukunft bei 81 Prozent vor. Nur 11 Prozent geben in der Schweiz an, dass ihre Finanzen erheblich in Mitleidenschaft gezogen seien.

Alle Antworten zusammengefasst planen die meisten Anleger, ihren Lebenswandel nach der Pandemie anzupassen, sie wollen weniger reisen, näher zu ihren Familienangehörigen ziehen und aus der Stadt aufs Land ziehen. 88 Prozent geben an, gesund zu bleiben sei ihre oberste Priorität

Ihre Einstellung zum Thema Finanzen sehen 87 Prozent der befragten Anleger durch die Pandemie verändert. 56 Prozent fürchten, nicht genug für eine zweite Welle gespart zu haben, andere, länger arbeiten zu müssen, ihrer Familie bei Erkrankung finanziell zur Last zu fallen oder, den Erben nicht genug Geld hinterlassen zu können. Insgesamt geben 83 Prozent der vermögenden Anleger an, in der Krisenzeit mehr Finanzberatung als sonst zu wünschen. gba

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