Coronavirus lässt Wirtschaft schrumpfen

26. August 2021 14:27

Neuenburg - Das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz ist 2020 um 2,4 Prozent zurückgegangen. Aufgrund der Coronakrise ist sowohl die Nachfrage im Inland als auch der Handel mit dem Ausland eingebrochen. Die Pharmabranche und der Finanzsektor haben dennoch zulegt.

Die Covid-19-Pandmie hat 2020 zu einem „markanten“ Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geführt, schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Laut den neuen Zahlen des BFS verzeichnete das BIP ein Minus 2,4 Prozent zu Preisen des Vorjahres.

Insbesondere die privaten Konsumausgaben seien stark eingebrochen. Sie nahmen um insgesamt um 3,7 Prozent ab –  so stark wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Gesunken sind etwa Ausgaben für Restaurants und Hotels, Verkehr, Bekleidung sowie Freizeit und Kultur. Dagegen wurde mehr für Lebensmittel und die Gesundheit ausgegeben.

Auch bei den Investitionen wird ein Minus von 1,8 Prozent verbucht. Dies erklärt das BFS vor allem mit den rückläufigen Ausrüstungsinvestitionen. Besonders stark rückläufig waren zudem die Dienstleistungsexporte, die um 14,5 Prozent einbrachen.

Die Wertschöpfungsentwicklung fiel in den einzelnen Branchen unterschiedlich aus. So hat die Wertschöpfung in der chemischen und pharmazeutischen Industrie um 4,6 Prozent zugelegt. Beim Handel legte sie um 2,1 Prozent und bei den Finanzdienstleistungen um 5,6 Prozent zu. Derweil nahm sie im Wirtschaftszweig Gastgewerbe und Beherbergung um 41,8 Prozent ab. Auch bei bestimmte Branchen des verarbeitenden Gewerbes war sie rückläufig. ssp

 

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