Coronavirus belastet europäische Firmen in China

27. Februar 2020 13:51

Peking - Das Coronavirus belastet das Geschäft von europäischen Unternehmen, die in China tätig sind. Dies zeigt eine Umfrage der Handelskammer der Europäischen Union in China. Etwa die Hälfe der befragten Firmen musste Geschäftsziele für dieses Jahr nach unten korrigieren.

Die Handelskammer der Europäischen Union in China hat Mitte Februar gemeinsam mit der deutschen Aussenhandelskammer eine Umfrage zur Auswirkung des Coronavirus auf Unternehmen durchgeführt. Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass 90 Prozent der Befragten mittlere bis starke Auswirkungen auf ihre Tätigkeit in China sehen. Etwa die Hälfte der Unternehmen erwartet bis Mitte des Jahres einen Umsatzrückgang im zweistelligen Bereich und korrigiert Geschäftsziele für das Gesamtjahr nach unten.

Die befragten Firmen sehen ihr Geschäft vor allem durch die Quarantänevorschriften der chinesischen Regierung behindert. Die Hälfte der Befragten kritisiert, dass die Massnahmen der Behörden uneinheitlich umgesetzt werden.

Den Angaben der Handelskammer zufolge beteiligen sich 300 europäische Unternehmen aktiv an der Eindämmung des Coronavirus. 70 Prozent von ihnen haben in diesem Zusammenhang Geld oder medizinische Ausrüstung gespendet.

„Der Flickenteppich widersprüchlicher Regeln, der aus dem Kampf gegen COVID-19 (Coronavirus) hervorgegangen ist, hat Hunderte von Machtbereichen hervorgebracht, die es nahezu unmöglich machen, Waren oder Menschen in China zu befördern“, sagte Jörg Wuttke, Präsident der Handelskammer der Europäischen Union in China. „Während die Eindämmung des Virus die wichtigste Aufgabe ist, sollte auch die Standardisierung von Massnahmen in grösseren Rechtsgebieten Vorrang haben, um die Realwirtschaft wieder auf die Beine zu bringen“, fügt er hinzu. ssp

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