Corona treibt Internetnutzung voran

18. November 2021 13:01

Zürich - Corona hat die Digitalisierung angeschoben. Seit dem Ausbruch der Pandemie nutzen gemäss einer Studie der Universität Zürich die Schweizer verstärkt das Internet. Am deutlichsten zeigt sich die Veränderung beim Homeoffice.

Die Universität Zürich (UZH) hat eine Zunahme der Internetnutzung durch Corona festgestellt. Wie ein Forschungsteam in einer Befragung herausfand, wünschen sich die Befragten, dass der digitale Alltag beim Arbeiten und Einkaufen langfristig beibehalten wird.

Am stärksten zeige sich der Online-Zuwachs beim Homeoffice: Arbeitete einer Mitteilung der Universität zufolge vor Ausbruch der Pandemie jeder Fünfte von daheim aus, so hat sich deren Zahl während der Eindämmungsmassnahmen verdreifacht. Für die Zeit nach der Pandemie würden zwei Homeoffice-Tage pro Woche gewünscht.

Während Schweizerinnen und Schweizer dem Arbeiten und Einkaufen über das Netz nun eine höhere Bedeutung beimessen, zeigten sich bei der Akzeptanz für zwischenmenschliche Kontakte in Online-Kanälen Grenzen. Demnach sei der digitale Anteil an privaten Treffen pandemiebedingt von 9 auf 25 Prozent angestiegen, langfristig erwünscht sei im Privatbereich aber ein Rückgang auf 12 Prozent. „Zwischen dem durch COVID-19 kurzfristig erzwungenen Digitalisierungsschub und dem langfristig erwünschten gibt es deutliche Unterschiede“, wird Michael Latzer, UZH-Professor für Medienwandel und Innovation, in der Mitteilung zitiert.

Die Ergebnisse der zum sechsten Mal von Latzer und seinem Team durchgeführten Befragung zeigten darüber hinaus, dass sich die Befragten im vergangenen Jahrzehnt mehr mit dem digitalen Alltag angefreundet haben. 84 Prozent hätten 2021 online eingekauft, 2011 seien es noch 65 Prozent gewesen. Gewachsen sei auch der Anteil von E-Banking, Internettelefonie und Messaging. Das Internet sei damit „die wichtigste Informations- und Unterhaltungsquelle im intermedialen Vergleich“. hg

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