Corona-Pandemie verursacht Defizit beim Bund

14. April 2021 14:47

Bern - Der Bundesrat hat die konsolidierte Rechnung für das Jahr 2020 genehmigt. Diese schliesst mit einem Defizit von 14,2 Milliarden Franken. Grund dafür sind die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie.

Der Bundesrat hat am Mittwoch die konsolidierte Rechnung für das Jahr 2020 genehmigt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Er muss dabei ein Defizit von 14,2 Milliarden Franken verbuchen. Im Vorjahr konnte die Rechnung noch mit einem Gewinn von 11,2 Milliarden Franken abgeschlossen werden.

Der „grosse Verlust“ sei auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen zur Bewältigung der Pandemie auf 16,8 Milliarden Franken.

Die Bundesunternehmen haben 2020 insgesamt einen Gewinn von 227 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 2,5 Milliarden Franken. Fast alle Sparten haben Umsatzeinbussen erlitten. Die einzige Ausnahme bilden die Postdienstleistungen. Der grösste Rückgang wurde im Personenverkehr auf der Schiene verzeichnet.

Die Sozialversicherungen haben Jahr 2020 einen Gewinn von 2 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Vorjahr verdienten sie insgesamt 3,4 Milliarden Franken.

Die konsolidierte Rechnung des Bundes schafft eine Gesamtübersicht über die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Bundes als Konzern. Im Gegensatz zur Bundesrechnung, die vom Parlament genehmigt werden muss, berücksichtigt sie auch die Resultate von bundesnahen Unternehmen und Sozialversicherungen. ssp

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