Corona-Notkredite stehen ab Donnerstag bereit

25. März 2020 14:57

Bern - Ab Donnerstag können Firmen, die stark von der Corona-Krise betroffen sind, Überbrückungskredite bei ihrer Hausbank beantragen. Die Kredite werden vom Bund abgesichert. Die entsprechende Notverordnung ist am Mittwoch verabschiedet worden.

Der Bundesrat hat am 20. März ein Massnahmenpaket beschlossen, um die Wirtschaft in der Corona-Krise zu unterstützen. Teil dieses Pakets ist ein Programm zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen im Umfang von 20 Milliarden Franken. Betroffene Unternehmen können damit Überbrückungskredite bei ihrer Hausbank beantragen –  dies bereits ab Donnerstag. Der Bundesrat hat am Mittwoch die dafür nötige Notverordnung verabschiedet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Den Angaben zufolge können Unternehmen Überbrückungskredite im Umfang von höchstens 10 Prozent ihres Jahresumsatzes bis maximal 20 Millionen Franken beantragen. Dabei müssen sie einige „Minimalkriterien“ erfüllen. Sie müssen insbesondere nachweisen können, dass sie aufgrund der Corona-Pandemie unter wesentlichen Umsatzeinbussen leiden. Der Kreditvergabeprozess ist laut dem Bund rasch und unbürokratisch.

Bis zu 500'000 Franken werden Überbrückungskredite zu 100 Prozent vom Bund abgesichert. Der Zinssatz wird hier auf null festgelegt. Kredite, die den Betrag von 500'000 Franken übersteigen, werden bis zu 85 Prozent vom Bund abgesichert. Bei diesen Krediten beträgt der Zinssatz 0,5 Prozent auf dem vom Bund abgesicherten Darlehen. ssp

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