Corona-Krise belastet Immobilienmarkt

28. April 2020 14:41

Zürich - Die Corona-Krise trifft auch den Immobilienmarkt. Die Zürcher Kantonalbank prognostiziert mehr Leerstände im Büromarkt. Im Luxussegment dürften die Preise sinken. In ihrem Bericht fordert die Bank auch die Beschleunigung von energetischen Sanierungen.

Die Zürcher Kantonalbank hat die Auswirkungen des Coronavirus auf den Immobilienmarkt untersucht. Demnach sind Gewerbeimmobilien am meisten von der Krise betroffen. „Der konjunkturelle Einbruch sorgt mittelfristig für steigende Leerstände bei Gewerbe- und Büroflächen und übt damit Druck auf deren Mieten aus“, wird Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Research, in einer Mitteilung der Bank zitiert.

Nach der Krise sei es zudem auf längere Sicht möglich, dass vermehrt von zu Hause gearbeitet wird. Das werde auch die zukünftigen Anforderungen hinsichtlich Flächenbedarf und Standortwahl von Büroliegenschaften beeinflussen. So werde die Erreichbarkeit etwa nicht mehr das wichtigste Kriterium sein.

Mietwohnungen sind weniger von der Krise betroffen. Mehr Risiken sieht die Zürcher Kantonalbank aber im Luxussegment. Ein Grossteil dieser Kundschaft dürfte von den Einbrüchen an den Aktienmärkten stark betroffen sein. Dies werde die Nachfrage hemmen und die Preise dürften entsprechend sinken.

Die Zürcher Kantonalbank weist weiter auf die durch die Corona-Krise in den Hintergrund gerückten Klimaziele hin. So würden 71 Prozent der Wohngebäude in den Städten weiterhin mit Öl oder Gas geheizt. Beim Neubau habe bereits ein Umdenken eingesetzt. Aber ohne eine raschere Sanierung zahlreicher Altbauwohnungen werde das Klimaziel 2050 frühestens in 100 Jahren erreicht, warnt die Bank. ssp

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