Corona, Klima und AHV sind die grössten Sorgen

26. November 2021 11:24

Zürich - Die Schweizer Stimmbevölkerung treibt erstmals ein Trio aus gleich grossen Hauptsorgen um: die Corona-Pandemie, Umweltschutz und Klimawandel sowie Unsicherheiten bei der Altersvorsorge. Das geht aus dem aktuellen Credit Suisse Sorgenbarometer hervor.

Für 40 Prozent aller Schweizer Stimmbürgerinnen und -bürger stehen 2021 die Corona-Pandemie und ihre Folgen an erster Stelle ihrer Sorgen. Je 39 Prozent geben an, dass sie auch die Themen Umweltschutz und Klimawandel sowie AHV/Altersvorsorge mit am stärksten beunruhigen. Das geht aus dem Credit Suisse Sorgenbarometer 2021 hervor. Die zugrundeliegende Umfrage wird seit 1985 im Auftrag von Credit Suisse vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut gfs.bern durchgeführt.

Gemäss einer entsprechenden Medienmitteilung von Credit Suisse nannten im vergangenen Jahr noch 51 Prozent (-11 Prozent) die Corona-Pandemie als ihre grösste Sorge. Dagegen verzeichnet das Thema Klimawandel ein Plus von 10, die Altersvorsorge ein Plus von 2 Prozentpunkten. Unter den fünf dringlichsten Themen dieses Jahres finden sich auch die Ausgestaltung der Beziehungen zu Europa (33 Prozent) und die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen und bei den Krankenkassen (25 Prozent). Immerhin 17 Prozent nannten die steigenden Wohnkosten. 

Insgesamt 65 Prozent der Stimmberechtigten bezeichnen wie im Vorjahr ihre persönliche wirtschaftliche Situation als gut oder sehr gut. In den vergangenen Jahren waren es nur 2016 mehr (68 Prozent). „Die jüngere Vergangenheit zeigt, dass die Schweiz insgesamt relativ krisenresistent ist und eine hohe Resilienz aufweist“, wird Manuel Rybach, Global Head of Public Policy and Regulatory Affairs, zitiert. 

Nur noch 14 Prozent erachten die Arbeitslosigkeit als Problem. Dies ist den Angaben zufolge „ein historischer Tiefstand in der Sorgenwahrnehmung“, so Cloé Jans, Leiterin operatives Geschäft von gfs.bern. Dagegen hätten Themen Aufwind, „die postmateriellen Charakter haben und die gesellschaftliche Gerechtigkeit als Anliegen verfolgen“.

Das grösste Vertrauen von allen abgefragten Akteuren geniesst zum vierten Mal in Folge die Polizei (63 Prozent, -7 Prozent), neu gleichauf mit dem Bundesrat (-5 Prozent). Auch das Vertrauen in den Ständerat (42 Prozent, -9 Prozent), in den Nationalrat (42 Prozent, -6 Prozent) und die staatliche Verwaltung (39 Prozent, -9 Prozentpunkte) nahmen deutlich ab. Die Kirchen und die EU geniessen gleich wenig Vertrauen (beide 19 Prozent). 

Trotz allem glauben 57 Prozent aller Stimmberechtigten, dass die Schweiz die Corona-Krise besser meistert als andere Länder. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent hält den Abbruch der Verhandlungen mit der EU für richtig oder sehr richtig, 40 Prozent für sehr falsch oder eher falsch. mm

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