CO2-Messgerät von Rotronic senkt Infektionsrisiko

24. August 2020 12:54

Bassersdorf ZH - Das Gesundheitsmagazin PULS hat mithilfe des CO2-Messgeräts von Rotronic beleuchtet, welchen Einfluss die CO2-Messung auf das Lüften von Klassenzimmern haben kann. Wie ein ETH-Experte bestätigt, nimmt die Ansteckungsgefahr etwa in Klassenzimmern ab, wenn genügend Frischluft im Raum ist.

CO2-Messgeräte wie das von Rotronic könnten dabei helfen, die Virenlast in Räumen wie Schul- und Sitzungszimmern markant zu senken. Darauf hat auch der Fernsehbeitrag „Lüften gegen Corona – Tieferes Infektionsrisiko dank CO2-Messung“ des SRF-Gesundheitsmagazins PULS kürzlich hingewiesen. 

Darin stand das CO2-Messgerät von Rotronic mit Sitz in Bassersdorf im Zentrum. Die international ausgerichtete Firma entwickelt und produziert Lösungen zum Messen und Überwachen verschiedener Luft- und Wasserparameter. Ihr CO2-Messgerät zeigt auf einem grossen und flexibel auf Tischen aufstellbaren Display den aktuellen CO2-Gehalt in der Raumluft an. Steigt er über den allgemein anerkannten Richtwert von 1000 ppm (parts per million), ist Lüften notwendig. Studien zu Tuberkulose- und Influenzaviren hätten übereinstimmend gezeigt, dass die Ansteckungsgefahr deutlich ansteigt, sobald dieser Richtwert überschritten wird.

Auch der Atmosphärenchemiker Thomas Peter von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hält ihn für plausibel. Je mehr Frischluft sich in einem Zimmer befinde, desto weniger ausgeatmete Luft und weniger Viren enthalte sie, sagt der Aerosol-Forscher. In dem Beitrag wird ein gut gelüftetes Lehrerzimmer an der Berufsschule Zofingen AG gezeigt, in dem dieser Grenzwert bei geschlossenen Fenstern bereits nach 15 Minuten überschritten wurde.

In zwei Dritteln aller Klassenzimmer, insgesamt rund 66'000, gebe es keine Belüftungsmechanik, so Alfred Freitag, Präsident des Schweizerischen Vereins Luft und Wasserhygiene (SVLW). Dort sollte „die Lehrperson natürlich auch das Mittel in die Hand bekommen, um zu sehen, was zu tun ist“.

Mit zunehmendem CO2-Gehalt in der Luft fällt auch die Konzentrationsfähigkeit. Deshalb fordert der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer (LCH) schon seit 2017 solche Messgeräte für alle Schulen, „und jetzt ist das natürlich umso wichtiger“, sagt Franziska Peterhans vom LCH. 

Auf Anfrage von PULS habe sich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) „vorsichtig positiv" geäussert. Ein solches Gerät pro Schule sei sicherlich eine gute Anschaffung. Bewähre es sich, könnten mehrere davon besorgt werden. mm

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