Circular Finance Lab soll KMU helfen

14. Februar 2022 14:23

Basel - Ecos identifiziert in einem gemeinsam mit Circular Economy Switzerland erstellten Strategiepapier unter anderem mangelnde finanzielle Ausstattung und Strategie als Gründe dafür, dass der Übergang zur Kreislaufwirtschaft in der Schweiz stockt. Ein Circular Finance Lab soll Abhilfe schaffen.

KMU werden beim Übergang von einer linearen zu einer zirkulären Wirtschaft von einigen Faktoren ausgebremst: hohe Anfangsinvestitionen auch für die Produktentwicklung, Risikoüberbewertung auf Investorenseite und regulatorische Hindernisse. Unter anderem diese Bremsklötze identifiziert das Beratungsunternehmen Ecos in dem gemeinsam mit Circular Economy Switzerland verfassten Whitepaper „Die Rolle von Geldflüssen in der Kreislaufwirtschafts-Transition“. Es bietet eine finanzielle Perspektive auf Hürden und Lösungsansätze in der Beschleunigung der Schweizer Kreislaufwirtschaft.

Sowohl auf der individuellen, auf der Unternehmens- wie auf systemischer Ebene fehlten oft noch Verständnis und Wissen, wie Bestehendes in zirkuläre Produkte und Dienstleistungen verwandelt werden kann. Auch deshalb kommt das Papier zu dem Schluss, „dass für eine führende Rolle eine Beschleunigung der Transition und eine Aktivierung von Geldflüssen für die entsprechende Innovation mit hoher Dringlichkeit angegangen werden müssen“.

Um den Kreislauf effektiv zu schliessen, müssten Akteure wie Materialliefernde, Herstellende, Anbietende, Wiederverwertende und Investierende zu einem funktionierenden Ökosystem zusammengebracht werden. Bereits existierende Champions der Kreislaufwirtschaft sollen mit ihren Leuchtturmprojekten zum Übergang beitragen. Neben ökologischen Mehrwerten sollten auch wirtschaftliche Aspekte für den Finanzmarkt greifbarer werden.

Eine Plattform soll helfen, das Potenzial der Zirkularität sichtbarer zu machen: das Circular Finance Lab. Es soll Pilotprojekte umsetzen und zielgerichtete Beziehungen aufbauen. Im besten Fall entstehe daraus ein Netzwerk, das die nötige Wissens- und Partnerplattform dafür bietet. Zentral sei auch eine Vernetzung des Labs mit anderen Initiativen und die Einbettung in den Gesamtkontext von Circular Economy Switzerland. Und schliesslich soll das Lab eine Blaupause entwickeln, die aufzeigt, wie Kapital die Transition fördern und erfolgreich skalieren kann. mm

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