Chinesische Firmen investieren mehr in der Schweiz

29. März 2022 12:34

Zürich - Chinesische Unternehmen haben 2021 neun Firmen in der Schweiz gekauft oder sich an diesen beteiligt, zeigt ein Bericht von EY. Dabei haben sie 96 Millionen Dollar investiert, was einem markanten Anstieg entspricht. Innerhalb von Europa floss das meiste Geld aus China in die Niederlande.

Chinesische Unternehmen haben 2021 deutlich mehr in der Schweiz investiert als noch im Vorjahr, wie ein Bericht des Beratungsunternehmens EY zeigt. Demnach haben sie im vergangenen Jahr neun Schweizer Firmen übernommen oder sich an ihnen beteiligt. Im Vorjahr lag die Zahl der Transaktionen bei acht.

Stark zugenommen hat vor allem das Transaktionsvolumen. So erreichte der Wert der Unternehmenszukäufe und Beteiligungen in der Schweiz den Angaben zufolge 96 Millionen Dollar. Im Vorjahr waren es noch 7 Millionen Dollar gewesen.

Nicht nur die Schweiz verzeichnet mehr chinesische Investitionen. Die Zahl der Transaktionen in Europa ist von 132 auf 155 angestiegen. Das Transaktionsvolumen hat sich derweil von 1,5 auf 12,4 Milliarden Dollar mehr als verachtfacht. Allerdings hatten chinesische Investition in Europa 2020 einen Rekord-Tiefstand erreicht. Der jetzige Anstieg kommt nicht an die sogenannten Boom-Jahre um 2016 heran.

Wenn es nach der Zahl der Transaktionen geht, ist Grossbritannien das Hauptziel chinesischer Investoren. An zweiter Stelle folgt Deutschland. Die Schweiz ist auf Platz sechs. Das meiste Geld floss aufgrund mehrerer Abschlüsse mit Philips-Haushaltsgeräten in die Niederlande. Grossbritannien steht an zweiter Stelle. Die Schweiz ist auf Platz zehn.

Die Zahl der Übernahmen von Industrieunternehmen ist etwas gesunken. Im Bereich Gesundheit und Hightech wurde ein deutliches Wachstum verzeichnet. Die Zahl der Übernahmen im Bereich Konsumgüter und Dienstleistungen war stark rückläufig. ssp

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