CHEOPS präsentiert Schweiz als Raumfahrtnation

18. Dezember 2019 14:01

Bern/Kourou - Das Weltraumteleskop CHEOPS ist am Mittwoch auf dem Weltraumbahnhof Kourou gestartet. Es ist die erste Mission, die von der Schweiz und der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA gemeinsam geleitet wird. Das Teleskop wurde von den Universitäten Bern und Genf entwickelt und gebaut.

Der zweite Versuch ist erfolgreich gewesen. Statt wie geplant am Dienstag ist CHEOPS am Mittwoch auf dem Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet. Das Weltraumteleskop soll von seiner Satellitenplattform aus Exoplaneten untersuchen. Seine Daten sollen dafür benutzt werden, die Dichte dieser Planeten zu berechnen, heisst es in einer Mitteilung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).

CHEOPS, abgekürzt für CHaracterising ExOPlanet Satellite – Satellit zur Bestimmung von Exoplaneten –, ist die erste Mission, welche die Schweiz und die Europäische Raumfahrtbehörde ESA gemeinsam leiten. An der Mission haben sich über hundert Forschende aus elf Mitgliedsländern der ESA beteiligt. Die Universität Bern hat die Mission geleitet. Sie hat in Zusammenarbeit mit der Universität Genf auch das Weltraumteleskop entwickelt und zusammengebaut, wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung mit der Genfer Universität schreibt.

Die wissenschaftliche Betreuung der Mission findet erstmals nicht bei der ESA in Darmstadt, sondern an der Universität Genf statt. Hier sollen die Beobachtungen geplant, die wissenschaftlichen Operationen geleitet und die Daten analysiert werden, schreibt das SBFI.

Die Mission präsentiert die Stärken der Schweiz in der Raumfahrt. „CHEOPS wurde dank einer guten Zusammenarbeit zwischen Schweizer Hochschulen unter Leitung der Universität Bern und der Industrie entwickelt – dies zeigt einmal mehr, dass die Schweiz eine Raumfahrtnation ist“, wird David Ehrenreich, Professor am Departement Astronomie der Universität Genf, in der Mitteilung der Universitäten zitiert. 

In der Schweiz sind über 80 Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich Weltraum tätig. Der Nobelpreis für Physik ging in diesem Jahr an die Genfer Forscher Michel Mayor und Didier Queloz. Sie wurden für ihre Entdeckung des ersten Exoplaneten 1995 ausgezeichnet. stk

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