Chemie-Pharma stützt Exporte

21. April 2020 14:25

Bern - Die Ausfuhren von chemisch-pharmazeutischen Produkten haben die Exporte der Schweiz im ersten Quartal 2020 im positiven Bereich gehalten. In den meisten anderen Warengruppen gingen die Exporte zurück. Die Schweizer Importe fielen auf den tiefsten Wert seit Beginn 2018.

Den Erhebungen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zufolge hat die Schweiz im ersten Quartal 2020 Waren im Wert von 57,76 Milliarden Franken exportiert. Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies einem nominalen Wachstum um 1,0 Prozent. Die Importe nahmen im selben Zeitraum um 2,8 Prozent auf 49,42 Milliarden Franken ab. Die Handelsbilanz schloss mit einem gegenüber dem Vorquartal um 2,01 Milliarden Franken gestiegenen Überschuss von 8,34 Milliarden Franken.

Das Exportplus im Berichtsquartal sei „ausschliesslich von den chemisch-pharmazeutischen Produkten“  generiert worden, erläutern die Analysten der EZV in der Mitteilung. Hier sei mit Exporten im Wert von über 30 Milliarden Franken ein neuer Höchstwert erreicht worden. Das Wachstum von Chemie-Pharma habe dabei „die vorwiegend rückläufige Ausfuhrentwicklung in den übrigen Warengruppen“ überkompensieren können. Den Analysten zufolge waren die Exporte in den Bereichen Fahrzeuge, Metalle, Maschinen und Elektronik sowie Uhren kumuliert um 841 Millionen Franken geringer als im Vorquartal ausgefallen.

Bei den Importen wurde im Bereich chemisch-pharmazeutischer Produkte ein neuer vierteljährlicher Höchstwert von 16,3 Milliarden Franken erreicht, erläutern die Analysten in der Mitteilung weiter. Sie hatten auch bei Bijouterien und Juwelierwaren einen Anstieg der Einfuhren beobachtet. Die Einfuhren von Metallen, Maschinen und Elektronik, Textilien und Schuhen, Energieträgern und insbesondere von Fahrzeugen fielen hingegen schwächer als im Vorquartal aus. Insgesamt seien die Importe auf den „niedrigsten Wert seit dem ersten Quartal 2018“ zurückgefallen, heisst es in der Mitteilung. hs

 

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