Chaos als Katalysator zur Wiedergeburt

06. Juli 2020 08:45

Der Zustand der Welt, wie er in den Medien präsentiert wird, überwältigt viele. Yves Nager sieht darin Hinweise, dass sich etwas Neues entwickelt. Umso wichtiger sei es, dass man sich nicht von der Vergangenheit gängeln oder von der Zukunft ängstigen lässt, sondern im Jetzt zu leben lernt.

von Yves Nager

Es war erst ein paar Wochen her, als viele Teile der Welt in einem Lockdown waren. Während wir daheim blieben, blickten wir zurück und freuten uns an Erinnerungen von Erfahrungen, die wir gemacht hatten, bevor die Welt zum Stillstand kam.

Wir fragten uns, wie lange dies wohl dauern würde, wir stellten uns vor, was wir tun würden, wenn es vorbei ist, und wir sehnten uns nach einer Erleichterung der Einschränkungen, damit wir unser daheim wieder verlassen und die Natur geniessen, Familienangehörige und Freunde besuchen und wieder mehr Freiheit erfahren können.

Anstatt nun jedoch die Gelegenheit zu haben, diese surrealen Erfahrungen der letzten drei Monate zu integrieren und dankbar zu sein, dass wir in vielen Teilen der Welt das Schlimmste mit der Covid-Situation vorerst überwunden zu haben scheinen, sehen wir in den Medien erneut ungerechtfertigte und unvorstellbarere Gewalt, darauffolgende Wut und tiefe Traurigkeit, die aufgewühlt werden.

Ich glaube, ich bin nicht allein, wenn ich mich manchmal vom Zustand der Welt, so wie sie uns in den Medien gezeigt wird, überwältigt fühle. Alles scheint buchstäblich zu brennen, im innen wie im aussen. Wenn wir jedoch genauer hinschauen, bietet sich auch die Möglichkeit, die Illusion zu durchschauen und einen höheren Plan zu finden, der alles auf dieser Welt orchestriert.

Ich will daran glauben, dass sich die Menschheit gerade jetzt zu etwas Grösserem als zuvor entwickelt und letztendlich das höchste Gut für alle erreichen wird. Die Bilder der Feuers, die wir zuletzt viel in den Medien sahen, erinnern mich an die Legende des Phönixvogels, der aus der Asche des Feuers geboren wurde, der es verzehrte. Der Phönix steht für Transformation, Tod, Auferstehung und Wiedergeburt.

Als kraftvolles spirituelles Totem ist der Phönix das ultimative Symbol für Stärke und Erneuerung. Es ist ein Symbol für die Sonne, die vermeintlich nach jedem Sonnenuntergang ‚stirbt‘, um am nächsten Morgen beim Sonnenaufgang wiedergeboren zu werden. Schliesslich stirbt die Sonne jedoch nie wirklich, sondern sie ist ein unsterblicher Teil der Schöpfung, der ständig aus der Asche des Feuers aufsteigt, das sie verbrannt hat.

In Kombination mit den Frequenzen der Mondfinsternis Anfang Juni und dem 6-6-Portal, das Harmonie, Natur, Elementarität, Gleichgewicht und Heilung symbolisiert, bietet uns diese Zeit eine weitere Gelegenheit, alles loszulassen, was uns nicht mehr dient, und uns von einem weiteren Zyklus der Wiedergeburt in die Erneuerung tragen zu lassen, so wie es die Sonne jeden Tag tut.

Nachdem ich im Frühjahr 2008 zum ersten Mal in Hawaii angekommen war, las ich als erstes Buch „Jetzt – Die Kraft der Gegenwart“. Das von Eckhart Tolle geschriebene Buch wurde mir von Olivier, einem ehemaligen Arbeitskollegen, mit auf den Weg gegeben. Es war vor zwölf Jahren, als mir klar wurde, dass sich unsere Gedanken hauptsächlich auf die Vergangenheit oder die Zukunft konzentrieren, aber selten auf das, was jetzt im gegenwärtigen Moment passiert.

Wenn wir uns auf die Vergangenheit konzentrieren, können wir Bedauern, Traurigkeit, Ressentiments und Unversöhnlichkeit empfinden, und wenn wir uns auf die Zukunft konzentrieren, können Spannungen, Sorgen, Ängste und Stress entstehen. Wir befinden uns dann in einem Kreislauf, in dem wir unsere Energie für Dinge verschwenden, die wir sowieso nicht kontrollieren können.

Die meisten sind sich bewusst, dass der einzige Moment, den wir jemals wirklich beeinflussen können, der gegenwärtige Moment ist. „Jetzt – Die Kraft der Gegenwart“ bezieht sich darauf, dass wir Frieden und Glück in nichts ausserhalb von uns finden können. Stattdessen besteht der einzige Weg, wahren Frieden und Erfüllung zu finden, darin, in jedem Moment präsent zu sein.

Obwohl es ein so einfaches Konzept zu sein scheint, kann es manchmal schwierig sein, es anzuwenden. Zu lernen, wie man sich auf den gegenwärtigen Moment, das Hier und Jetzt, konzentriert, ist wie einen Muskel mit Zeit, Übung und Geduld zu stärken. Praktiken wie Meditation, Atemarbeit oder Yoga Nidra sind nützlich, um im Laufe der Zeit präsenter zu werden.

Wenn ich durch die in den Medien präsentierte Negativität Erschöpfung fühle, so ist es eine weitere Erinnerung für mich, das Mobiltelefon wegzulegen und mich wieder mit dem zu verbinden, was gerade vorhanden ist. In meinem Buch „Hawaiianische Wiedergeburt“ teile ich, dass wir, wenn wir uns mit der Natur verbinden, energetische und spirituelle Unterstützung zum Prozess der Wiedergeburt erhalten.

Wenn du mit den Elementen der Natur – dem Wasser, dem Holz, dem Feuer, der Erde und dem Metall – vollständig präsent sind, kannst du dich von jeglicher Negativität befreien und deine natürliche Verbindung mit der Energie des Wohlbefindens wiederherstellen, die in Wäldern, Ozeanen, Flüssen und Bergen so reichlich vorhanden ist. Ich lade dich ein, dir auch etwas Zeit ohne die überwiegend negativen News in den Medien zu nehmen und dich wieder mit der Natur, mit dir selbst und letztendlich mit der Quelle des Seins verbinden.

Durch bewusstes Atmen wirst du gegenwärtig, die Energien durch dich fliessen zu lassen und sie in die Erde zu erden. Visualisiere danach, wie der Phönix, der Sonnenvogel, alle chaotischen Energien in dieser Welt als Katalysator für grosse Veränderungen, in Kraft und Erneuerung in deinem Leben und in der Welt umwandelt.

 

Yves Nager ist in Spiez BE aufgewachsen. Nach einer jahrzehntelangen Karriere im Bereich Personalmanagement, Unternehmensberatung, sozialer Arbeit und Sozialversicherungen hat er bei seinem ersten Besuch auf Hawaii 2008, eine wundersame Heilerfahrung erlebt. Heute lebt er als Heiler, Erfolgsautor, Weltentdecker mit seiner Frau Eunjung auf Hawaii. Seine Erfahrungen beschreibt er in seinem neuen Buch „Hawaiianische Wiedergeburt“. 

Dieser Beitrag ist zuerst auf seinem Blog erschienen.

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