Cassis trifft lettischen Präsidenten Levits

12. April 2022 09:40

Bern/Lugano - Bundespräsident Ignazio Cassis hat am 11. April den lettischen Präsidenten Egils Levits in Lugano empfangen. Wichtiges Gesprächsthema war der Krieg in der Ukraine. Cassis erläuterte den Beitrag der Schweiz zur Bewältigung der Krise und in der Europapolitik.

Bundespräsident Ignazio Cassis ist in Lugano mit dem lettischen Präsidenten Egils Levits zusammengetroffen. Bei ihren offiziellen Gesprächen stimmten sie laut einer Medienmitteilung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten darin überein, dass sie den sofortigen Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine fordern. Ausserdem müssten mutmassliche Kriegsverbrechen unabhängig und international aufgeklärt werden.

Cassis habe erklärt, wie die Schweiz zur Bewältigung dieser Krise beiträgt: durch humanitäre Hilfe vor Ort, durch die unbürokratische Aufnahme ukrainischer Flüchtenden und durch die Beteiligung an den EU-Sanktionen gegenüber Russland und Belarus. Dass Belarus den Krieg unterstütze, habe Cassis verurteilt: „Die Schweiz hat Belarus wiederholt aufgefordert, sich nicht aktiv an den Kämpfen zu beteiligen, sondern seine Nähe zu Russland zu nutzen, um auf eine Deeskalation hinzuwirken.“

Darüber hinaus habe Cassis unterstrichen, dass die Schweiz den bilateralen Weg mit der EU konsolidieren und weiterentwickeln wolle. Er habe das vom Bundesrat vorgeschlagene Verhandlungspaket erläutert, mit dem die Schweiz eine Reihe einzelner Abkommen mit der EU treffen wolle.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Treffens besuchten die beiden Politiker ein Museum, das dem Dichterpaar Rainis und Aspazija gewidmet ist. Die beiden lettischen Intellektuellen lebten von 1906 bis 1920 im Exil in Castagnola bei Lugano. mm

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