Butz sieht DKSH auf Kurs

18. Juli 2018 12:04

Zürich - Stefan P. Butz, CEO des auf Asien spezialisierten Handelskonzerns DKSH, ist mit der Leistung von DKSH im ersten Halbjahr zufrieden. Wachstumschancen sieht er insbesondere in Myanmar und Kambodscha. Der USA-China-Konflikt bereitet ihm kaum Sorgen – im Gegenteil.

DKSH konnte seinen Umsatz um 7,4 Prozent steigern. Der Nachsteuergewinn ist um 4,5 Prozent gewachsen. „Insgesamt konnten wir im ersten Halbjahr 2018 ein gutes Wachstum vorlegen und haben unseren strategischen Fokus weiter verstärkt“, sagt DKSH-CEO Stefan P. Butz in einem Interview mit moneycab.com. Die Geschäftseinheiten Healthcare, Spezialrohstoffe und Technologie lieferten gute Resultate und bei der Geschäftseinheit Konsumgüter habe das Unternehmen nach rückläufigen Erlösen in den vergangenen Jahren nun wieder zulegen können.

Das Unternehmen ist laut Butz insbesondere in den CLVM-Ländern – also in Kambodscha, Laos, Vietnam und Myanmar – stark gewachsen. Die Mitarbeiterzahl konnte dort auf über 8000 erhöht werden. Mit 11.000 Mitarbeitenden sei Thailand derzeit aber noch der wichtigste Markt für DKSH.

Die Healthcare-Sparte steuert mittlerweile über die Hälfte zum Umsatz bei. In China zieht sich das Unternehmen dennoch aus diesem Bereich zurück, wie es kürzlich angekündigt hat. In China sei Healthcare ein Nischenbereich gewesen, so Butz. Dagegen sieht er für Healthcare grosses Potenzial in Myanmar und Kambodscha. „Mit dem Wachstum der asiatischen Mittelschicht bekommen immer mehr Leute in der Region Zugang zu moderner medizinischen Versorgung“, so Butz.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China bereitet Butz keine grosse Sorgen. „Unser Fokus liegt auf Healthcare und Konsumgüter – das sind Sektoren, die derzeit kaum Gegenstand dieser Diskussionen sind”, sagt er. Der Konflikt könnte sogar positiv für DKSH sein: „Wenn weniger chinesische Produkte in den USA oder umgekehrt abgesetzt werden, kann das auch eine Chance für uns darstellen. Denn es ist nicht auszuschliessen, dass damit die innerasiatischen Handelsströme gestärkt werden.“ ssp

Aktuelles im Firmenwiki