Business Schools sollen mehr positive Wirkung entfalten

22. Januar 2020 10:57

Luzern/Davos - Studierende von Business Schools fordern, dass sich ihre Schulen auf eine positive gesellschaftliche Wirkung hin ausrichten. Das hat eine weltweite Umfrage ergeben. Das neue Positive Impact Rating wird von Studierenden für Studierende durchgeführt.

Business Schools sollen mehr Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt übernehmen. Das ist eine Forderung von Studierenden, die sich aus dem ersten Positive Impact Rating for Business Schools 2020 (PIR 2020) ergibt. Das PIR ist eine neue Bewertung, die weltweit von Studierenden für Studierende durchgeführt wird. Dafür haben sich drei internationale Studierendenorganisationen mit dem WWF Schweiz, OXFAM International und dem UN Global Compact Schweiz zusammengetan. Die Ergebnisse dieser globalen Umfrage wurden am Mittwoch bei einer Pressekonferenz auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt. 

100 Business Schools waren eingeladen, an dieser Erhebung teilzunehmen. Studierende von 51 Hochschulen auf fünf Kontinenten haben diese Einladung angenommen. Darunter waren auch die HEC Lausanne und die Universität St.Gallen. Beide schafften es jedoch nicht in die Bestenliste. 21 der teilnehmenden Schulen landeten in der dritthöchsten Kategorie der „progressing schools“, neun in der zweitbesten der „transforming schools“. Die höchste Kategorie „pioneering schools“ blieb unbesetzt. Angeführt wird diese Rangliste von der belgischen Antwerp Management School.

Laut einer Medienmitteilung haben die Studierenden eine Fülle von Vorschlägen gemacht, wie ihre Business Schools die positive Wirkung auf die Gesellschaft steigern können: „Dies kann als weiteres Zeichen dafür gesehen werden, dass 2019 das Jahr war, in dem die Jugend sich zu Wort meldete und sich das globale Bewusstsein nicht nur in Bezug auf die Klimakrise, sondern auch in Bezug auf soziale Gerechtigkeit verschoben hat.“

Den befragten Studierenden sei klar, was ihre Schulen nicht tun sollten: keine Investitionen in fossile Brennstoffe tätigen. Zudem sollten sie aufhören, Nachhaltigkeit und soziales Unternehmertum als nebensächliche Themen zu behandeln. Und sie sollten keine Gelder mehr von ethisch zweifelhaften Unternehmen und Personen annehmen. Konsens bestehe auch darüber, was ihre Hochschulen stattdessen tun sollten, etwa Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Auswirkungen fest in den Lehrplänen verankern sowie Geschlechterparität garantieren. mm

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki