Bundesrat zeigt sich offen gegenüber Stablecoins

15. Januar 2020 13:16

Bern - Der Bundesrat zeigt sich weiterhin offen gegenüber innovativen Ansätzen im Finanzmarkt, wie etwa dem Stablecoin Libra von Facebook. Herausforderungen möchte er international koordiniert angehen. Das Weltwirtschaftsforum sieht er als eine gute Gelegenheit für solche Diskussionen.

Der Bundesrat hat sich vom Eidgenössischen Finanzdepartement über die aktuellen Entwicklungen zu Stablecoins informieren lassen. Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert sich an stabilen realen Werten orientieren soll. So plant etwa auch Facebook gemeinsam mit anderen Unternehmen die Lancierung der Kryptowährung Libra, deren Wert sich an einem Korb nationaler Währungen anlehnen soll. Libra soll von der Libra Association mit Sitz in Genf lanciert werden.

Der Bundesrat schreibt nun in einer Medienmitteilung, dass er weiterhin offen gegenüber Stablecoins und anderen innovativen Ansätzen im Finanzmarkt ist. Er nimmt aber auch Herausforderungen und Risiken ernst. Er engagiert sich in dieser Hinsicht dafür, dass insbesondere die währungs- und stabilitätspolitischen Herausforderungen in einer internationalen Kooperation unter Regierungen, Notenbanken und Aufsichtsbehörden unter Einbezug der privaten Anbieter angegangen werden. Die zuständigen Schweizer Behörden stehen den Angaben zufolge bereits in engem Kontakt mit ausländischen Partnerbehörden. Auch das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos biete eine gut Gemeinheit, um international tragfähige Ansätze zur Anwendung neuer Technologien zu diskutieren, betont der Bundesrat. In diesem Jahr findet das WEF vom 21. bis zum 24. Januar statt. ssp

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