Bundesrat will Geobasisdaten freigeben

03. April 2020 15:08

Bern - Der Bundesrat will die digitalen amtlichen Daten über Geoinformationen einer breiteren Nutzung zuführen. Sie sollen daher frei und kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Gedruckte Produkte und Dienstleistungen bleiben kostenpflichtig.

Mit der Freigabe der Geobasisdaten verfolge das Bundesamt für Landestopografie (swisstopo) das Ziel, „Geodaten den Behörden, der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Wissenschaft für eine breite Nutzung zur Verfügung zu stellen“, erläutert der Bundesrat in einer Mitteilung. Er hat dem Parlament eine entsprechende Vorlage für eine Teilrevision der Geoinformationsverordnung vorgelegt. Vorbehaltlich der parlamentarischen Zustimmung soll die Revision am 1. März 2021 in Kraft treten.

Die Vorlage zur Teilrevision betrifft die Bereitstellung eines freien Zugangs und der freien Nutzung der digitalen amtlichen Daten und der dazugehörigen Geodienste, wie sie im Katalog der Geobasisdaten des Bundesrechts aufgeführt sind. Gedruckte Produkte und Dienstleistungen sind davon ausgenommen und sollen auch in Zukunft kostenpflichtig bleiben.

Durch die kostenlose Freigabe der Geobasisdaten entstehe dem Bund ein Ertragsausfall in geschätzter Höhe von 4 bis 5 Millionen Franken im Jahr, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Beschluss stehe jedoch im Einklang mit der vom Bundesrat vor zwei Jahren verabschiedeten Strategie, nach der „ab 2020 sämtliche Daten von Bundesstellen als offene, frei und maschinell nutzbare Daten“ publiziert werden sollen. hs

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