Bundesrat warnt vor Beschränkungen des Welthandels

20. Januar 2021 13:13

Bern - Der Bundesrat befürchtet, dass die zunehmende Skepsis gegenüber offenen Märkten unter dem Eindruck der Pandemie weiter wächst. Gerade in dieser weltweiten und tiefgreifenden Krise zeige sich jedoch die Bedeutung eines regelbasierten internationalen Handelssystems.

Der Bundesrat hat am Mittwoch seinen Bericht zur Aussenwirtschaftspolitik 2020 verabschiedet. Sein Fokus liegt auf den Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Schweiz. Sie sei dieser Krise aus wirtschaftlicher Sicht bisher erfolgreich begegnet, heisst es in einer dazu veröffentlichten Medienmitteilung.

Die von Bund, Kantonen und Gemeinden ergriffenen Massnahmen zur Stützung der Binnenwirtschaft hätten einen noch deutlicheren Einbruch der Wirtschaft verhindert. Auch in dieser Ausnahmesituation habe sich die Verlässlichkeit der für die Schweiz und ihren Wohlstand zentralen grenzüberschreitenden Wertschöpfungsketten gezeigt. 

Genau diese seien jedoch weltweit zum Gegenstand breiter politischer Debatten geworden. Pandemiebedingte Zweifel an der internationalen Arbeitsteilung und der Leistungsfähigkeit offener Märkte addierten sich derzeit zu bereits bestehenden Tendenzen, den internationalen Handel beschränken zu wollen. Weil sich diese unter dem Eindruck der Pandemie ausweiten könnten, sieht der Bundesrat „Anlass zur Sorge“. Umso mehr setze er sich für international tragfähige Wirtschaftsbeziehungen ein. mm

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